In Bayern wird die Initiative "BayFiD - Bayerns Frauen in Digitalberufen" ausgerufen. Damit sollen mehr Frauen für eine Karriere in MINT-Berufen begeistert und in ihrem Werdegang unterstützt werden. Gestartet wurde das Programm von der Bayerischen Digitalministerin Gerlach und der Staatsministerin für Digitalisierung Dorothee Bär.

"Wir wollen schnell, frühzeitig und effizient mehr Frauen in digitale Berufe bringen!" Dafür setzen sich die Bayerische Digitalministerin Judith Gerlach und die Staatsministerin für Digitalisierung Dorothee Bär mit ihrer neuen Initiative "BayFiD - Bayerns Frauen in Digitalberufen - Fit für den digitalen Wandel" ein. Die Schirmherrschaft übernimmt der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder.

Aktuell steckt das Staatsministerium für Digitales noch mitten in der Entwicklung eines Talentprogramms, das dann Mitte 2019 starten soll. Große digitale Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik (Unternehmen, Institutionen oder Verbände) sollen als Partner geworben werden und jährlich 50 Talente bei ihrem Weg in digitale Berufe unterstützen. Die Initiative richtet sich speziell an Frauen zwischen 18 und 30 Jahren und soll ihnen Einblick in Praxis und Möglichkeiten zur Netzwerkbildung bieten, um ihnen den Weg zu einer Karriere im digitalen Sektor zu erleichtern.

"Die Begeisterung für digitale Themen müssen Frauen schon bei Berufswahl und -einstieg besitzen", stellt die Bayerische Digitalministerin Gerlach fest. "Hier müssen wir die nötige Vorarbeit leisten: Interesse für digitale Themen frühzeitig wecken, Frauenanteil in der Forschung stärken, Frauen bei Aus- und Weiterbildung für digitale Berufe qualifizieren und digitale Gründerinnen unterstützen."

Das Programm wird zudem zusätzlich von sogenannten "Digitalen Paten" begleitet, die als Repräsentanten und Botschafter agieren. Eine erste Patin wurde bereits in Dorothee Bär gefunden.

"Ich freue mich, die erste Digitalpatin von BayFiD zu sein", so die Staatsministerin. "Wir brauchen nicht nur Laptops und Lederhosen, sondern auch Dirndl und Digitalisierung. Ein Programm wie BayFiD, das nah an der Praxis Frauen für digitale Berufe gewinnen will, trifft da den richtigen Nerv. Deswegen unterstütze ich gern als Digitalpatin diese vielversprechende Initiative."

In Deutschland sind laut dem Ministerium rund 490.000 Stellen in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) momentan unbesetzt. Der Anteil an Informatikstudentinnen ist hingegen sehr gering und lag 2018 bei nur 20 Prozent. In der Ausbildung zur Fachinformatikerin war die Zahl mit nur sieben Prozent nochmal deutlich geringer. Hier soll die Initiative nachhelfen.

"Bei der rasanten technischen Entwicklung und den zahlreichen Möglichkeiten in der digitalen Welt können wir auf die Fähigkeiten von Frauen nicht verzichten", meint Gerlach. "Junge Frauen müssen sich digitale Berufe zutrauen, sie ergreifen und dort zielstrebig Fuß fassen."

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