Flirten, Freunde treffen, karriere machen: Die SIMS stürzen sich in neue Abenteuer. Producerin Mayr-Jane Chun verrät die Neuheiten in "SIMS 3"

Mit mehr als 100 Millionen verkauften Einheiten sind "Die Sims" das am besten verkaufte PC-Spiel aller Zeiten. Jetzt erscheint "Die Sims 3". Was ist neu?

Mary-Jane Chun: Die tief greifendste Veränderung ist vermutlich, dass die Sims außerhalb ihres Hauses ganz neue Beziehungen eingehen: zum Beispiel ihre Nachbarn kennenlernen, im Fitnessstudio oder im Bistro flirten, im Park mit fremden Leuten Schach spielen oder am Strand in der Sonne braten. Auch die Stadt besitzt ihre eigene Dynamik: Das Spielen mit den Sims wird deshalb noch realistischer und auch vielfältiger.

Bei den Sims ist der Spieler Gott und muss in vielen Fällen moralische Entscheidungen treffen: Wie wirken sich diese auf das Spiel aus?

Das ist natürlich essenziell für ein Spiel, das das ganze Leben simuliert. Hier wirken sich solche Entscheidungen noch dramatischer auf den eigenen Sim aus als zuvor, wobei es natürlich auf den jeweiligen Charakter ankommt. Insgesamt gibt es über 70 verschiedene Charaktereigenschaften. Man kann seinen Sim zum Beispiel kleptomanisch sein lassen, paranoid, kinderhassend und vieles mehr. Wer aber einen Sim gewählt hat, der hilfsbereit ist, wird kaum erfolgreich sein, wenn er einem kleinen Kind die Bonbons stiehlt. Das ist eben das Knifflige: dass es bei dem Spiel so viele verschiedene Möglichkeiten gibt, deren Konsequenzen man bedenken muss.

Ist "Die Sims 3" ein Mädchenspiel?

Auf keinen Fall. Tatsächlich ist es eher ein Strategiespiel als eine reine Simulation. Beispielsweise muss der Spieler sich keine Gedanken mehr machen, seinen Sim rechtzeitig auf die Toilette zu schicken. Stattdessen geht es um große, übergeordnete Ziele und Lebensträume.

Welche Ziele kann man erreichen?

Das ist ein spannender Aspekt: Es gibt unglaublich viele verschiedene Möglichkeiten, das Spiel zu spielen, und kein festgesetztes Ziel. Man kann zum Beispiel versuchen, einen möglichst großen Freundeskreis aufzubauen oder möglichst schnell die Karriereleiter hochzusteigen. Man kann auch versuchen, möglichst viele faszinierende Erfahrungen zu machen: zum Beispiel im neuen Collection-Modus die seltensten Insekten der Welt zu sammeln oder alle möglichen Fischsorten, die man angeln kann. Es hängt eben ganz davon ab, wie der Einzelne spielen möchte.

Was hat die Sims überhaupt so erfolgreich gemacht?

Ich glaube, dass unsere Inspiration eben das wirkliche Leben mit all seinen Erfahrungen ist. Jeder kann darin seine eigene Geschichte erzählen - wer macht das nicht gern? Und weil es die unterschiedlichsten Menschen anspricht: egal ob 35-jähriger Strategiefan, ein zwöfjähriges Mädchen, das sein eigenes Leben nachspielt, oder die Großmutter, die ihre Traumhäuser entwirft. Alles ist möglich - und das ist unser Erfolgsgeheimnis. Es geht um Menschen, Freunde, Häuser, Familien und Städte - und um Freiheit und Menschlichkeit.

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