Auch dank "Street Fighter 6" hat Capcom im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres außerordentlich gut performt. Parallel gab Capcom die Übernahme des Work-for-hire-Studios Swordcanes bekannt und schloss weitere Übernahmen nicht aus.

Capcom wähnt sich auf bestem Wege, das elfte Jahr in Folge mit einem operativen Gewinn abschließen zu können. So zumindest lautet die erste eigene Einschätzung, nachdem der traditionsreiche japanische Gameshersteller seine Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres veröffentlicht hatte.

Im Berichtszeitraum Anfang April bis Ende Juni erwirtschaftete Capcom einen Umsatz in Höhe von 42,86 Mrd. Yen bei einem operativen Gewinn von 24,05 Mrd. Yen. Nach aktuellem Wechselkurs entspricht das einem Umsatz von 281 Mio. Euro und einem operativen Gewinn von 154,1 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr hat der Umsatz um satte 73,8 Prozent zugelegt. Der operative Gewinn hat sich mt einem Plus von 99,4 Prozent quasi verdoppelt.

Zu verdanken ist das Plus sowohl dem starken Kataloggeschäft sowie dem Release von "Street Fighter 6", dem neuesten Teil der weltbekannten Fighting-Game-Marke. Insgesamt hat Capcom nach eigenen Angaben im Q1 13,5 Millionen Units verkauft. Im Vorjahr waren es 11,7 Mio. Units. Detailangaben, wie oft sich "Street Fighter 6" verkaufte, machte Capcom nicht.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Capcom einen Umsatz von 140 Mrd. Yen, rund 897 Mio. Euro nach aktuellem Wechselkurs, sowie einen operativen Gewinn von 359 Mio. Euro. Die aktuelle Prognose für das laufende Jahr hat sich damit nicht gegenüber der letzten Aussage geändert.

Parallel zu den Finanzdaten gab Capcom auch die Übernahme aller Anteile Swordcanes Studios bekannt, einem japanischen Work-for-hire-Spieleunternehmen. Capcom arbeitete in der Vergangenheit bereits mit Swordcanes zusammen, die jedoch auch zu anderen Majors Geschäftsbeziehungen unterhielten. Als Grund für die Übernahme nannte Capcom eine Stärkung der Entwicklungs- und Technologie-Ressourcen. Ungewöhnlich für Capcom, das eher selten mit M&A-Aktivitäten in Erscheinung tritt, kündigten die Japaner an, sich auch künftig auf dem Markt umschauen zu wollen nach notwendigen technologischen Kapazitäten, welche die interne Entwicklungsorganisation stärken könnten.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.