Bilanzoffenlegung: Wal-Mart weiter unter Druck
Im Streit um die Weigerung der deutschen Wal-Mart-Tochter, ihre Bilanzen offenzulegen, droht dem Wuppertaler Handelsunternehmen ein Ordnungsgeld von 165.000 Euro.
Die deutsche Tochter des US-Einzelhandelsriesen Wal-Mart weigert sich weiterhin beharrlich, ihre Geschäftsabschlüsse der Jahre 1999 und 2000 zu veröffentlichen. Das im Sommer vom Registergericht Wuppertal gegen Wal-Mart ist nach Informationen der "Financial Times Deutschland" am Dienstag ausgeweitet worden. Nun seien in Deutschland fünf weitere Wal-Mart-Gesellschaften in das Verfahren miteinbezogen worden, nachdem die Gesellschaft Wal-Mart Mitte GmbH schon seit Monaten vor Gericht gegen die Offenlegung ihrer Bilanzen kämpft. Mittlerweile drohe den Gesellschaften ein Ordnungsgeld in Höhe von 165.000 Euro. Die Höchstgrenze pro Ordnungsgeld betrage zwar 25.000 Euro, für die Verhängung einzelner Ordnungsgelder gebe es jedoch keine Obergrenze.