Branchenstudie: Deutschlandquote beim Gamesumsatz unter 15 Prozent
Obwohl die Gamesbranche auch in Deutschland zu den umsatzstärksten Unterhaltungsbranchen gehört haben Produktionen aus Deutschland daran nur einen geringen Anteil. Auch die Förderquote ist im internationalen Vergleich mager.
Kurz vor der gamescom haben BIU und GAME erste Ergebnisse der bundesweiten Branchenstudie vorgelegt, die von der Hamburg Media School erarbeitet wird. Die finale Studie mit allen Ergebnissen soll im Oktober veröffentlicht werden. Laut den jetzt vorgelegten Ergebnissen braucht sich die deutsche Gamesbranche keineswegs hinter anderen Entertainmentbranchen zu verstecken. Die rund 650 Unternehmen generierten weltweit 2,74 Mrd. Euro Umsatz.
Es handelt sich dabei um Unternehmensumsätze und nicht etwa um Absatzumsätze, also beispielsweise dem Umsatz, der in Deutschland durch die Vermarktung von Games generiert wird. Nur 22 Prozent der Unternehmensumsätze werden mit deutschen Produktionen erwirtschaftet. Betrachtet man den Umsatz, den die deutsche Branche in Deutschland erwirtschaftet, so liegt dieser bei 1,594 Mrd. Euro. Deutsche Produktionen steuern dazu gerade einmal 217 Mio. Euro bei, rund 13,6 Prozent. Im Vergleich zu anderen Branchen ist die "Deutschlandquote" also extrem gering.
Ein weiterer Unterschied zu andere internationalen Standorten betrifft die Förderung. Der Anteil öffentlicher Förderung an der Finanzierung von Games-Entwicklern beträt lediglich 2,6 Prozent. In Großbritannien liegt er hingegen bei 17 Prozent, in Kanada bei rund 32 Prozent. Beide Länder, Großbritannien und Kanada, nehmen international im Hinblick auf die Spieleentwicklung eine deutlich größere Rolle ein als Deutschland, sind auf den Absatz bezogen jedoch gleichauf bzw. weniger bedeutsam.