Deutschland hinkt bei der Breitbandentwicklung hinterher. Was aktuelle Studien belegen, hat auch die Bundesregierung erkannt. Auf der CeBIT in Hannover beschlossen Politik und Wirtschaft eine Breitbandoffensive, die auch dem Wirtschaftsstandort Deutschland wieder auf die Beine helfen soll.

Lediglich 16 Prozent aller bundesdeutschen Haushalte verfügen derzeit über einen Breitbandinternetzugang, stellte Mercer in einer aktuellen Studie fest. Damit hinkt Deutschland im internationalen Vergleich hinterher. Ein Umstand, den Politik und Wirtschaft beheben wollen. Denn in nicht unerheblichem Maße hängen am High-Tech-Standort Deutschland auch Arbeitsplätze von der Breitbandentwicklung ab. Im Rahmen des Breitbandgipfels, bei dem sich am 11. März während der CeBIT namhafte Vertreter von Politik und Wirtschaft trafen, wurde eine Breitbandoffensive beschlossen, die auch dem Wirtschaftsstandort Deutschland wieder auf die Beine helfen soll. Der schnelle und vor allem flächendeckende Ausbau der Breitbandtechnologie sei entscheidend bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze, so das Gremium. "Schnelle Datenverbindungen sind für die Wissensgesellschaft so wichtig, wie es das Schienennetz für die Industrialisierung war", bringt es Andreas Dohmen, Vorstandsmitglied der Initiative D21 und Geschäftsführer von Cisco Systems Deutschland, auf den Punkt. Noch ist der Zug nicht abgefahren, doch wenn das vorgegebene Ziel einer 50-prozentigen Breitbandqoute in den privaten Haushalten bis 2010 erfüllt werden will, muss investiert werden.

Für den Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) ist gerade die Breitbandverbreitung im Mittelstand ein Thema, das unter den Nägeln brennt. Interne Abläufe und die Zusammenarbeit mit Lieferanten und Kunden könnten wesentlich verbessert werden, nützen nicht nur die derzeitigen 55 Prozent der Mittelständler Breitbandtechnologien. "Diese Quote müssen wir bis 2010 auf 90 Prozent steigern", fordert Harald Stöber, Präsidiumsmitglied des Bitkom und Vorsitzender des Acor-Vorstands. Grundsätzlich seien die infrastrukturellen Voraussetzungen hierzulande im internationalen Vergleich ausgezeichnet. "Hierauf müssen wir aufbauen, um gemeinsam den Standort Deutschland zu stärken", so das Fazit des Breitbandgipfels.

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