BSA: Erheblicher Umsatzausfall durch Raubkopien
In Deutschland waren 2004 29 Prozent aller Software Raubkopien. Dadurch entstand allein hierzulande ein Schaden von 1,84 Mrd. Euro, teilt die Business Software Alliance mit.
Im vergangenen Jahr sank die Pirateriequote in Deutschland von 30 auf 29 Prozent. Für die Business Software Alliance (BSA) aber kein Grund zu übermäßiger Freude. Denn aufgrund des allgemein gewachsenen Markts stieg zeitgleich der Umsatzausfall für die Softwarebranche hierzulande gegenüber 2003 um 140 Mio. Euro auf 1,84 Mrd. Euro. Belegt wird der Umsatzausfall alljährlich durch die Pirateriestatistik des Marktforschungsinstituts IDC. "Der Rückgang der Raubkopien ist zwar ermutigend", so BSA Regional Manager Georg Herrnleben, "eine genauere Betrachtung zeigt aber, dass in Deutschland viel getan werden muss." Das Beispiel Österreich, wo die Pirateriequote im gleichen Zeitraum um zwei auf 25 Prozent sank, zeige, dass noch viel Potenzial vorhanden sei. "Österreich hat den niedrigsten Anteil unlizenzierter Software in Europa. Wir können das ebenfalls erreichen", ist Herrnleben überzeugt.
Weltweit entstand laut BSA bei eine Quote von 35 Prozent ein Schaden von 32,7 Mrd. US-Dollar. Die größten Umsatzausfälle entstanden in den USA mit 6,6 Mrd Dollar. Traditionell weisen asiatische, osteuropäische und afrikanische Länder aber die höchste Pirateriequote auf, die dort allerdings aufgrund der erheblich geringeren Marktgröße nur kleine Umsatzausfälle verursacht. Spitzenreiter ist Vietnam mit einer Quote von 92 Prozent, gefolgt von der Ukraine (91) und China (90). Am besten schnitten die USA (21 Prozent), Neuseeland (23) und Österreich (25) ab.