Lange brodelte die Gerüchteküche um die Zukunft von bol. Nun hat E-Commerce-Anbieter buch.de dem Gerede Fakten folgen lassen: Der Onlinehändler übernahm Kundenstamm, Marken und Internetdomänen von bol.de, bol.ch und bol.at.

Also doch. Das mag sich mancher Branchenkenner gedacht haben, als die buch.de internetstores AG Ende November bekannt gab, bol zu erwerben. Genauer: Der Onlinehändler hat zum 1. Dezember den Kundenstamm der deutschen, österreichischen und Schweizer Niederlassungen von bol übernommen. Zudem kaufte buch.de die Marken und Internetdomänen der jeweiligen Länder seines früheren Mitbewerbers.

Aufstieg zur Nummer zwei

Nach Auskunft von Bettina Althaus, Pressesprecherin von buch.de, stimmte das Bundeskartellamt kürzlich der Transaktion zu. Zur Kaufpreisfinanzierung seien neue Aktien in Höhe von 25,1 Prozent des erweiterten Aktienkapitals aus der bereits genehmigten Kapitalerhöhung ausgegeben worden. Im Rahmen der Verhandlungen mit der früheren bol-Mutter DirectGroup Bertelsmann sei vereinbart worden, dass diese an buch.de einen Anteil von 25,1 Prozent und Bargeld in Höhe von 800.000 Euro erhält.

"Mit der Übernahme des bol-Internetauftritts werden wir die eindeutige Nummer zwei am deutschsprachigen Markt sein", sagte Albert Hirsch, Vorstandsmitglied von buch.de. Noch vor wenigen Wochen hatte er den Kauf von bol weder dementieren noch bestätigen wollen. Das bestehende Angebot von bol soll auch nach dem Verkauf der Firma erhalten bleiben, für die Kunden ändere sich nichts.

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