Die Lieferschwierigkeiten der Hardwarehersteller hinterlassen einen bitteren Beigeschmack im sonst sehr erfreulichen Weihnachtsgeschäft 2004/2005. Hier wurde Potenzial verschenkt, meint der Handel gegenüber MCVgamesmarkt.

50 Prozent Steigerung

Unser Weihnachtsgeschäft war sensationell! Der zentralregulierte McMedia-Umsatz im Zeitraum Oktober bis Dezember 2004 konnte im Jahresvergleich um über 50 Prozent gesteigert werden. Das gute Ergebnis wurde insbesondere durch attraktive Vorbestellaktionen sowie umfassende Marketingaktivitäten für die McMedia-Partner erzielt. Der Markt hat unsere Einschätzung bestätigt, dass die McMedia-Marketingstrategie "added value" der richtige Weg ist, um kontinuierliche Nachfrage- und Umsatzsteigerungen im Spielefachhandel zu erzielen. Im Bereich Hardware hatten die McMedia-Partner bei der PS2 mit Abstand die höchste Nachfrage, gefolgt von der Xbox und GBA SP. Wir hätten im Weihnachtsgeschäft sogar noch deutlich mehr Hardware absetzen können, wenn die Lieferschwierigkeiten der Konsolenhersteller nicht gewesen wären. Im Softwarebereich hatten wir im letzten Weihnachtsgeschäft überwiegend erfolgreiche Titel. Besonders hohe Nachfrage konnten wir unter anderem bei "Need For Speed: Underground 2", "San Andreas", "Half-Life 2" und "SingStar Party" verzeichnen.

Efthimios Sidiropoulos, Produktgruppenmanager McMedia

Von Highlights geprägt

Das Weihnachtsgeschäft war wie jedes Jahr geprägt von einigen außergewöhnlich starken Highlights, wie zum Beispiel "San Andreas", "Half Life 2", "Die Sims 2" und "Need For Speed: Underground 2". Leider hatte das zur Folge, dass auch viele starke Titel wieder hinter dem eigentlichen Potenzial zurückgeblieben sind. Besonders dürfte jedem die starke Warenknappheit im Hardwarebereich in Erinnerung bleiben, deren Auswirkungen jetzt noch spürbar sind. Auch wenn Hardware immer knapp war, so war das in diesem Saisongeschäft besonders stark zu spüren. Markus Tjebben, Einkaufsleitung Flashpoint

Lieferknappheit bei PS2 und Xbox enttäuscht

Umsatz und Stückzahlen haben sich im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Besonders erfolgreich waren, neben den üblichen Topprodukten, die vielen Artikel, die wir im Backsortiment haben. Eine gute Lieferbarkeit und ein großes Sortiment, auch über das Übliche hinaus, haben sich auch in diesem Weihnachtsgeschäft wieder einmal ausgezahlt. Als Flop würde ich die stark eingeschränkte Warenverfügbarkeit in Sachen PS2- und Xbox-Hardware nennen. Wir verstehen uns als Dienstleister an unseren Kunden und fanden es daher besonders bedauerlich, dass wir diese (ohne eigenes Verschulden) immer wieder vertrösten und enttäuschen mussten.

Anke Moldenhauer, Marketingleiterin Playcom

Potenzial verschenkt

Das Weihnachtsgeschäft war insgesamt sehr gut - abgesehen von der Verfügbarkeit der Hardware. Hätte ausreichend Hardware zur Verfügung gestanden, wäre das Umsatzplus noch stärker ausgefallen. Dennoch konnten wir sowohl den Umsatz als auch die Stückzahl im zweistelligen Prozentbereich steigern, was vor allem der enormen Blockbusterflut im November zu verdanken ist. Als absolute Highlights sind sowohl "San Andreas" als auch die "Need for Speed"-Reihe sowie "Half Life 2" zu nennen. Es gab aber auch einige Produkte, die aufgrund der enormen Spieleflut nicht ihr komplettes Abverkaufspotenzial entfalten konnten. Meik Löwer, Geschäftsführung Mediastore

GameCube klarer Verlierer

Unser Weihnachtsgeschäft verlief in diesem Jahr leider schlechter als im letzten. Waren wir noch bis wenige Tage vor Weihnachten gut mit Grundgeräten bestückt, so ging uns zwei Tage vor dem Fest auch die allerletzte Konsole aus. Dabei war die Nachfrage, vor allen nach PS2-Konsolen, geradezu gigantisch. Hätten wir liefern können, hätten wir unser Vorjahr locker in den Schatten gestellt. Zum Glück konnten wir durch den überdurchschnittlich guten Verkauf bei der Software und die große Menge an Toptiteln diesen Verlust auffangen. Klarer Verlierer des Weihnachtsgeschäfts war GameCube. Hier tendierte die Nachfrage leider fast gegen Null. Alles in allem waren wir mit unserem Weihnachtsgeschäft zufrieden. Stefan Kimmlingen, Inhaber SK GameNatiX

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