Der französische Publisher Cryo Interactive hat Insolvenz angemeldet. Gespräche mit Investoren für die Cryo-Gruppe, die u. a. mit 60 Prozent an BMS Modern Games beteiligt ist, sind in dieser Woche gescheitert.

Cryo Interactive hat Insolvenz angemeldet. Betroffen ist auch die Tochterfirma Cryonetworks. Nachdem die Notierung an der Pariser Börse bereits zum 28. Juni auf Grund fehlender Marktkapitalisierung ausgesetzt wurde, und Gespräche mit potentiellen Investoren gescheitert sind, gab Cryo am 3. Juli seine Zahlungsunfähigkeit bekannt. Laut Jochen Schmitz, Geschäftsführer von BMS Modern Games, werde voraussichtlich Anfang nächster Woche ein Insolvenzverwalter seine Arbeit aufnehmen. Die Insolvenz von Cryo Interactive, mit einer Beteiligung von 60 Prozent Hauptanteilseigner von BMS, habe für den Aachener Distributor allerdings keine Auswirkungen. "Cryo und BMS sind zwei verschiedene Unternehmen. Das Aus für Cryo bedeutet keineswegs das Aus für BMS. Im Gegenteil: Durch die Insolvenz fällt der verkaufte Mehrheitsanteil an uns zurück, und wir erhalten dadurch unsere Distributionsfreiheit wieder. Wir sind nicht unglücklich über diese Situation", so Schmitz gegenüber GamesMarkt.de. Durch das breit aufgestellte Portfolio, das nach Aussage von Schmitz rund 800 verschiedene Titel pro Jahr hervorbringt, sei man auch bezüglich Produktveröffentlichungen und generierten Umsätzen nicht von Cryo abhängig.

Share this post

Written by