Der Frankfurter Spieleentwickler Crytek hat eine umfassende Reorganisation angekündigt. Unter anderen will sich das Unternehmen von seinen Studios in Budapest, Sofia, Seou, Shanghai und Istanbul trennen.

Nach den zuletzt immer lauter gewordenen Gerüchten um finanzielle Probleme beim Frankfurter Entwickler Crytek hat dieser nun eine umfangreiche Restrukturierung und Reorganisation angekündigt. Crytek selbst spricht von einer Rückbesinnung auf die Kernkompetenzen. Diese seien Technologieentwicklung auf höchstem Niveau sowie innovative Spiele. Damit einher gehen eine Reihe konkreter Maßnahmen.

Besonders einschneidend ist die Konzentration der Entwicklung an den Standorten Frankfurt und Kiew. Was genau mit den anderen Crytek-Studios in Budapest, Sofia, Seoul, Shanghai und Istanbul passieren soll ist derzeit noch ungeklärt. Man habe Pläne eingeleitet, um die Arbeitsplätze zu erhalten, heißt es dazu aus Frankfurt. Die vage Formulierung lässt offen, ob das Crytek-Management damit einen Verkauf der Studios meint oder ein Umzugsangebot für die betroffenen Mitarbeiter nach Kiew und Frankfurt. Man wolle einen "reibungslosen Übergang und eine sichere Zukunft" sicherstellen, heißt es in der Presseerklärung von Crytek.

"Derartige Veränderungen zu durchlaufen ist uns nicht leicht gefallen und wir möchten uns aufrichtig bei jedem einzelnen gegenwärtigen und ehemaligen Crytek-Mitarbeiter für ihre harte Arbeit und Treue zu Crytekbedanken. Diese Veränderungen sind ein Teil von mehreren essentiellen Schritten die wir gehen um sicher zu stellen, dass Crytek ein gesundes und gut aufgestelltes Studio für die Zukunft ist, das hochtalentierte Entwickler beschäftigt und fördert. Die genauen Gründe hierfür wurden bereits lange und im Voraus allen Mitarbeitern kommuniziert", so Managing Director Avni Yerli.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.
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