17 Prozent mehr Umsatz in den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 als im Vergleichszeitraum 2017. Das Geschäft mit PC- und Videospielen in Deutschland legt kräftig zu. Ein Blick auf die Segmente zeigt aber, dass das klassische Games-Geschäft weiter an Anteil verliert, die Zuwächse bei Mikrotransaktionen und Abo-Gebühren wiegen das aber auf.

Das Geschäft mit PC- und Videospielen brummt hierzulande weiter. In den ersten sechs Monaten ist der Umsatz auf 1,5 Milliarden Euro gewachsen. Das entspricht einem Zuwachs von 17 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr des Jahres 2017, als 1,3 Milliarden Euro Umsatz realisiert wurden. Die Zahlen beruhen auf Hochrechungen der GfK, die im Auftrag des game-Verbands erhoben wurden.

Wachstumstreiber des Gamesmarktes sind vor allem Mikrotransaktionen und Abo-Gebühren. Hier sind die Zuwächse so stark, dass sie sogar den Rückgang des klassischen Verkaufs ausgleichen. Dieser schrumpfte nämlich im Messzeitraum von 508 Millionen im Vorjahr auf 445 Millionen Euro. Mit dem Abverkauf von PC- und Videospielen wird also immer weniger Geld verdient, stattdessen wird der Umsatz über kostenpflichtige Zusatzinhalte aufgewogen.

"Die Dynamik des deutschen Gamesmarktes ist beeindruckend: Mit einem noch stärkeren Wachstumstempo als bereits im Rekordjahr 2017 verteidigt Deutschland eindrucksvoll Platz fünf der größten Gamesmärkte weltweit", sagt Felix Falk, Geschäftsführer des game. "Einer der größten Wachstumstreiber bleiben Spiele-Apps für Smartphones und Tablets: Sie haben nicht nur für Millionen Deutsche die digitale Spielewelt zugänglich gemacht, sondern sind mittlerweile auch die beliebteste Spieleplattform. Jetzt müssen wir in Deutschland auch als Produktionsstandort endlich zu den anderen Ländern aufschließen."

Ein Wermutstropfen bleibt indes: Obwohl der Gamesmarkt wächst, profitieren deutschen Publisher und Studios hiervon nicht. Der Anteil heimischer Produktionen am Umsatz schrumpft beständig.

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