Digital Dragons '13: Konferenz lockte mit spannenden Vorträgen
Dass sich Polen in Sachen Games nicht hinter den europäischen Nachbarn verstecken muss, haben die Osteuropäer auf der Digital Dragons '13 gezeigt. Zur Konferenz reisten lokale Entwickler sowie internationale Branchenmitglieder als Keynote-Speaker.
Am 19. und 20. April feierte die polnische Spielebranche den wichtigsten Termin des Jahres: Die mittlerweile zweite Digital-Dragons-Konferenz lud nach Krakau. Etwa 600 Gäste fanden während der zwei Tage ihren Weg in den Krakowski Park Technologiczny, um sich gemeinsam in Vorträgen und Workshops über ihre Arbeit auszutauschen.
"Obwohl wir erst im zweiten Jahr der Veranstaltung sind, wird die Digital Dragons sehr gut angenommen", sagt Mariusz Socha, der Organisator. "Die diesjährigen Tickets waren nach zwei Stunden ausverkauft und wir hatten doppelt so viele Anfragen wie Plätze."
Dass die Einlasskarten heuer begehrt waren, lag mit Sicherheit auch an der Tatsache, dass im Gegensatz zum Vorjahr auch internationales Publikum in der Weichsel-Stadt anzutreffen war. Guillaume de Fondaumiere von Quantic Dream ("Heavy Rain") erläuterte in seinem Vortrag "Are games culture?", ob und warum man sich mit der Frage, ob Spiele nun Kulturgut sind, beschäftigen sollte.
Ragnar Tornqvist, ehemals Funcom ("The Secret World"), erklärte, welche Lehren er mit seinem neuen Indie-Studio Red Thread Games aus der erfolgreichen Kickstarter-Kampagne zu "Dreamfall Chapters: The Longest Journey" zieht.
Neben dem Who-is-Who der polnischen Branche, wie CD Projekt Red ("The Witcher 2 - Assassins Of Kings"), Techland ("Call Of Juarez: Bound in Blood") und Reality Pump ("Two Worlds II"), fanden sich auch deutsche Konferenzteilnehmer auf der Sprecherliste: Bezeichnenderweise allesamt auf dem Panel zum Thema "Current and future trends in the free to play sector". Hierzu debattierten unter anderem Tobias Edl (InnoGames), Arne Kaiser (Gameforge AG), Jan-Michel Saaksmeier (Bigpoint) und Tom Putzki (Wargaming Europe).
Einziges Manko, das die Veranstalter im nächsten Jahr dringend adressieren sollten, wenn eine weitere Internationalisierung geplant ist: Viele der Vorträge waren in polnischer Sprache, Simultan-Übersetzer ins Englische standen nur stellenweise zur Verfügung.
Einen ausführlichen Rückblick zur Konferenz und eine Zusammenfassungen der wichtigsten Vortragserkenntnisse lesen Sie in der kommenden GamesMarkt-Ausgabe.