Digital-Tour: Staatssekretär Brangs besucht Robotik-Zentrum in Leipzig
Sachsens Beauftragter für Digitales, Staatssekretär Stefan Brangs, besuchte am 19. Juli im Rahmen seiner "Digital-Tour" das RobertaRegioZentrum in Leipzig. Es ist das erste Zentrum dieser Art in Sachsen und wurde erst im April dieses Jahres eröffnet.
Staatssekretär Stefan Brangs besucht die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig. Im Rahmen seiner diesjährigen "Digital-Tour", die unter der ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie "Sachsen Digital" stattfindet, warf der Beauftragte der Staatsregierung für Digitales am 19. Juli einen näheren Blick auf das dortige RobertaRegioZentrum.
"Gut ausgebildete Fachkräfte sind wichtig, damit Sachsens Firmen auch in der digitalen Zukunft wettbewerbsfähig bleiben. In Zeiten des Fachkräftemangels wird es nicht in erster Linie darum gehen, Arbeitskräfte durch Roboter zu ersetzen, sondern dass Maschinen und Menschen 'Hand in Hand' arbeiten. Initiativen wie das RobertaRegioZentrum in Leipzig leisten einen wichtigen Beitrag, um unseren Nachwuchs früh für wichtige Zukunftstechnologien wie das Programmieren und die Robotik zu begeistern", so Brangs.
Das erste regionale Robotik-Zentrum in Sachsen wurde April 2018 im Zuge der 2002 gestarteten deutschlandweiten Fraunhofer-Initiative "Roberta" . Die HTWK Leipzig war keine unüberlegte Wahl. Mit jährlich knapp 1000 Absolventen im Bereich Mathematik-Informatik-Naturwissenschaften-Technik (kurz MINT) ist sie, nach der TU Dresden die zweitwichtigste MINT-Hochschule des Freistaats.
"Die HTWK Leipzig ist froh und stolz, dass hier ein Roberta-Zentrum Leipzig eingerichtet werden konnte", meint HTWK-Rektorin Prof. Gesine Grande: Diese Art der Praxisorientierung passt sehr gut zu unserer Hochschule - über die Qualifikation der anleitenden Lehrerinnen und Lehrer in Schüler-AGs können sich Kinder und Jugendliche frühzeitig und qualitätsgesichert im Bereich Robotik ausprobieren und herausfinden, wo ihre Stärken liegen. Davon wird nicht zuletzt auch die HTWK Leipzig selbst mit weiterhin vielen guten Studieninteressierten profitieren."
Insgesamt gibt es derzeit 17 RobertaRegioZentrum, unter anderem bereits in Berlin, Bochum und Hannover. In den Zentren können sich Lehrer und Pädagogen als Multiplikatoren schulen lassen und zu sogenannten Roberta-Teachern werden, um anwendungsnahe Robotik- und Programmierkurse an ihren Schulen durchführen zu können. Desweiteren können die Lehrkräfte dort die "Roberta" Lego-Roboter ausleihen, die die Kinder dann nach Anleitung selber programmieren und zusammenbauen können.
"Das direkte Feedback, das die Kinder beim Experimentieren mit 'Roberta' erhalten, motiviert sie sehr stark", so Prof. Jens Wagner, Roberta-Projektleiter an der HTWK Leipzig. "Jedes Kind hat heute ein Smartphone - wir wollen erreichen, dass sich Kinder und Jugendliche nicht allein für das 'Konsumieren' digitaler Technik, sondern auch für deren Grundlagen interessieren."
An der HTWK Leipzig findet die nächste Roberta-Basis-Schulung für Lehrkräfte aller Jahrgangsstufen am 6. und 7. September statt. Für Lehrer staatlicher Schulen der Stadt Leipzig und der verbundenen Landkreise sind diese Schulungen kostenlos, andere Interessenten können gegen eine Gebühr von 299 Euro ebenfalls teilnehmen.