Discounter verdrängen Supermärkte
In den letzten zehn Jahren ist nach Informationen des Euro-Handelsinstituts die Anzahl der Discounter in Deutschland um 41 Prozent gestiegen, während klassische Supermärkte unter Umsatzeinbußen litten und verstärkt schließen mussten.
In den letzten zehn Jahren ist die Anzahl der Discounter in Deutschland um 41 Prozent gestiegen, während klassische Supermärkte unter Umsatzeinbußen um zehn Prozent litten und verstärkt schließen mussten. Die förderte eine Studie des Euro-Handelsinstituts (EHI) zutage. Demnach sank der Marktanteil von Supermärkten am Umsatz des Lebensmitteleinzelhandels zwischen 1993 und 2003 von 30,3 auf 24,4 Prozent. Rund jeder zehnte Supermarkt musste in der letzten Dekade schließen. Der Marktanteil von Aldi, Lidl & Co. stieg in den letzten zehn Jahren dagegen von 26,3 auf 38,4 Prozent, das Umsatzplus in dem Zeitraum betrug 64 Prozent. Durch diese Entwicklung nehme nicht nur die Sortimentstiefe, sondern auch die Versorgungsdichte ab, folgert das EHI. Während in Deutschland vor zehn Jahren zur Versorgung von einer Million Einwohner noch 960 Lebensmittelgeschäfte zur Verfügung standen, seien es heute nur noch 760 (minus 21 Prozent).