EA kauft auch in China
Electronic Arts ist dabei, mit Firmenzukäufen und Exklusivdeals den Weg der kommenden Jahre festzulegen. Nun soll auch der chinesische Marktführer im Bereich Onlinegames ins Visier des nimmersatten Marktführers geraten sein.
Im Oktober vergangenen Jahres kündigte Electronic Arts den Einstieg in den aufstrebenden chinesischen Markt an. Mit Onlinegames wolle man den Softwarepiraten im Reich der Mitte ein Schnippchen schlagen und die Millionen potentieller Kunden mit qualitativ hochwertigen Spielen für sich gewinnen. Laut Reuters schreckt der Marktführer dabei auch in China nicht vor Firmenzukäufen zurück. So sollen die Verhandlungen über einen Einstieg zwischen EA und Chinas Marktführer im Bereich Onlinegames, Optisp Communications, bereits weit fortgeschritten sein. Der Wert von Optisp wird nach Reuters auf 100 bis 200 Mio. Dollar geschätzt. Dass Gespräche stattfinden, bestätigte auch Erick Hachenburg, EAs Mann für China, ohne aber konkrete Angaben zu machen. So wurde nicht klar, ob eine Beteiligung oder eine Übernahme angedacht ist.
Der chinesische Markt wird in den kommenden Jahren massiv an Bedeutung gewinnen. Schätzungen der Nachrichtenagentur zufolge soll der Jahresumsatz mit PC- und Videospielen bis 2008 auf 800 Mio. Dollar ansteigen.