Neue Bestmarke für Electronic Arts: Erstmals erwirtschaftete das Unternehmen mehr als drei Mrd. Dollar Umsatz. Eitel Sonnenschein herrscht dennoch nicht. Das vierte Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres verlief enttäuschend; für das erste Quartal des neuen erwartet der Branchenriese Verluste.

Electronic Arts hat die Bilanz für das vierte Quartal und das am 31. März beendete Geschäftsjahr vorgelegt. Demnach erwirtschaftete der Konzern im Bilanzzeitraum 3,129 Mrd. Dollar Umsatz - neue Bestmarke für das Unternehmen. Von insgesamt 31 Titeln verkaufte EA im vergangenen Jahr jeweils mehr als eine Mio. Kopien. Die Erfolgsmarken "Die Sims", "Need for Speed", "Madden NFL", "FIFA", "Der Herr der Ringe" und "Harry Potter" brachten es jeweils gar auf mehr als fünf Mio. verkaufte Exemplare. Unterm Strich verblieben 504 Mio. Dollar oder 1,59 US-Dollar je Aktie Nettogewinn. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang. Vor einem Jahr vermeldete der Konzern noch 577 Mio. oder 1,87 US-Dollar Gewinn je Aktie.

Vor allem das vierte Quartal (Januar bis Ende März) verlief nicht nach den Erwartungen der Unternehmensleitung. Um acht Prozent auf 553 Mio. Dollar gab der Umsatz im Jahresvergleich nach. Dabei waren "NBA Street", "Fight Night Round 2", "Need For Speed: Underground 2", "FIFA Street" und "TimeSplitters: Future Perfect" die gefragtesten Titel. Aufgrund der geringeren Umsätze sowie höheren operativen Kosten sackte der Nettogewinn im Jahresvergleich von 90 Mio. auf nun nur noch acht Mio. Dollar ab.

Die Aussicht auf das laufende Geschäftsjahr ist zwiespältig. Während für das Gesamtjahr mit Umsätzen zwischen 3,4 und 3,5 Mrd. Dollar eine neue Bestmarke angepeilt wird, rechnet der Konzern im ersten Quartal mit Verlusten. So prognostiziert die Bilanz zwischen 0,22 und 0,28 US-Dollar Verlust je Aktie bei Umsätzen zwischen 300 und 340 Mio. Dollar für die ersten drei Monate. Insgesamt bleibt man aber optimistisch: "EA hat die richtigen Mitarbeiter, die richtigen Marken und die richtigen Strategien, um die Marktführerschaft in der kommenden Konsolengeneration zu behaupten", kommentierte Chairman and Chief Executive Officer Larry Probst.

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