Sinnvolles Investment

Manchmal schwirrt einem der Kopf vor lauter Zahlenkolonnen, die sich ihren Weg durch die Hirnwindungen bahnen wollen. Um hier nicht die Übersicht zu verlieren, empfiehlt es sich, einen möglichst feinen Filter einzulegen. Das erleichtert das Leben und entlastet die biologische Festplatte ungemein.

Jene Zahlen aber, die den beschwerlichen Weg ins Langzeitgedächtnis schaffen, sind durch die Bank bemerkenswert. So etwa die jüngsten Rekord- oder Höchstmarken der Plattformhersteller: "Acht Millionen Xbox weltweit verkauft", "50 Millionen PlayStation 2 weltweit an den Handel abgesetzt" oder "1,5 Millionen verkaufte GameCube in Europa". Herausstechende deutsche Bestmarken gibt es natürlich auch bei der Software, darunter "Anno 1503" mit über 360.000 verkauften Exemplaren und "Grand Theft Auto: Vice City" von Take 2 mit über 300.000 Units.

Das sind Zahlen, die Freude machen. Andere wiederum lassen nichts Gutes fürs laufende Jahr ahnen. So meldete das Institut der Deutschen Wirtschaft jüngst, dass Deutschland bei der Abgaben- und Steuerlast Vizeweltmeister sei und dass das Verhältnis von Arbeitskosten zu Nettolohn "skandalöse Ausmaße" angenommen habe. Eine Besserung sei nicht zu erwarten. Bleibt nur zu hoffen, dass die Endverbraucher Games als sinnvolles Investment sehen, bei dem das Verhältnis Playtime zu Bruttokosten einfach fantastisch ist.

Harald Hesse Chefredakteur GamesMarkt.de [mailto:h.hesse@e-media.de@@@h.hesse@e-media.de]

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