EHI: Kunden klauen Waren im Wert von 2,3 Milliarden Euro
Auf dem EHI Inventur- und Sicherheitskongress 2018 wurden die Ergebnisse der Inventurdifferenz-Studie vorgestellt und besprochen. Laut der Studie beläuft sich der Verlust durch Diebstahl im letzten Jahr auf 3,5 Milliarden Euro, mit einem daraus resultierenden volkswirtschaftlichen Schaden von 475 Millionen Euro.
Das EHI Retail Institute veröffentlicht die Ergebnisse seiner diesjährigen Studie zu Inventurdifferenzen. Laut dieser verursachten unehrliche Kunden rund 2,3 Milliarden Euro Verlust und damit den Großteil der insgesamt rund 3,5 Milliarden Euro, die letztes Jahr durch Diebstähle verloren gingen.
Den zweiten und dritten Platz im Diebstahlranking nehmen in einigem Abstand die Mitarbeiter und Servicekräfte mit entwendeter Ware im Wert von je ca. 850 Millionen und 320 Millionen Euro ein. Weitere 660 Millionen Euro Verlust entstehen aufgrund organisatorischer Mängel. Der daraus resultierende volkswirtschaftliche Schaden durch Mehrwertsteuerausfälle beläuft sich auf ca. 475 Millionen Euro.
Obwohl der Verlustwert zwar anstieg, ist die Zahl der angezeigten Ladendiebstähle, sowohl einfache als auch schwere, um je 6,6 Prozent gesunken. "Zum Teil liegt der Rückgang an der längeren Öffnung der Geschäfte bei gleichzeitig geringerer Personalpräsenz. Die Ladenzeiten wurden ausgedehnt - nicht aber der Einsatz der Kaufhausdetektive angepasst", so Frank Horst, Leiter Inventurdifferenzen und Sicherheit beim EHI. Trotzdem wurden 2017 insgesamt 21.000 Anzeigen erstattet.
Ungefähr 0,3 Prozent des Umsatzes geben Handelsunternehmen für Präventions- und Sicherheitsmaßnahmen aus. Neben sichtbaren Maßnahmen wie Überwachungskameras, auf die immer noch in über 80 Prozent der Händler setzen, wird auch großer Wert auf die Schulung und Sensibilisierung von Personal gelegt