Einigung zwischen KarstadtQuelle und ver.di
Nach 29-stündigem Verhandlungsmarathon haben sich der Karstadt-Vorstand und die Arbeitnehmerseite auf ein Sanierungspaket geeinigt. In den kommenden drei Jahren sollen 760 Mio. Euro eingespart werden.
Nach 29-stündigem Verhandlungsmarathon haben sich der Vorstand der KarstadtQuelle AG und die Gewerkschaft ver.di auf ein Sanierungspaket geeinigt. In den kommenden drei Jahren sollen 760 Mio. Euro eingespart werden, teilte Vorstandschef Dr. Christoph Achenbach im Anschluss an eine Aufsichtsratssitzung am Donnerstagnachmittag mit. Es werde zwar Personal abgebaut, auf betriebsbedingte Kündigungen werde jedoch verzichtet, sagte ver.di-Verhandlungsführerin Franziska Wiethold. Demnach sollen in den kommenden drei Jahren 4000 Stellen im Warenhaussegment und weitere 1500 im Versandhandel sozialverträglich abgebaut werden. Für viele der bedrohten kleineren Karstadt-Filialen wurde laut Wiethold eine Standortsicherung vereinbart. Dafür habe die Arbeitnehmerseite einem Abbau von übertariflichen Zulagen zugestimmt, heißt es weiter. Außerdem würden in den kommenden drei Jahren Gehaltserhöhungen eingefroren.
Vorstand und Aufsichtsrat von KarstadtQuelle haben auf der heutigen Sitzung außerdem die Weichen für eine Kapitalerhöhung noch im laufenden Jahr gestellt. Am 22. November werde zu einer außerordentlichen Hauptversammlung geladen, auf der die Ausgabe von 93 Mio. neuen Aktien beschlossen werden soll. Der angestrebte Emissionserlös von mindestens 500 Mio. Euro werde erreicht, wenn der endgültige Bezugspreis mindestens bei 5,38 Euro je Aktie liege.