Erstes Halbjahr 2022/23 von Focus im Rahmen der Erwartungen
Im ersten Halbjahr 2022 hat Focus Entertainment knapp 65,5 Millionen Euro umgesetzt. Im Vergleich zum Release-starken Vorjahr ging der Umsatz aber um 23 Prozent zurück. Die Unternehmensgruppe ist mit dem Ergebnis zufrieden und hat "das größte Line-up in der Firmengeschichte" noch in der Pipeline.
Focus Entertainment zieht Bilanz und hat den Geschäftsbericht für das erste Halbjahr 2022 veröffentlicht, das von Anfang April bis Ende September reicht. In dem sechsmonatigen Zeitraum hat der französische Publisher 65,5 Millionen Euro umgesetzt, davon 27,3 Millionen Euro von Juli bis September - ein Rückgang um 23 Prozent respektive um 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 31 Millionen Euro des Umsatzes entfallen auf in diesem Geschäftsjahr veröffentlichte Titel und 34,5 Millionen Euro auf den Back-Catalog.
Die Umsätze im zweiten Quartal 2022/23 entsprachen den Erwartungen der Unternehmensgruppe. Da in diesem Zeitraum keine größeren Veröffentlichungen stattfanden, fällt der Vergleich zum Vorjahr entsprechend negativ aus, da im Vorjahr "Insurgency: Sandstorm" auf Konsolen, "Necromunda: Hired Gun", "Snowrunner" auf Steam und "Aliens: Fireteam Elite" veröffentlicht wurden. Von Juli bis September wurden 94 Prozent der Verkäufe über den Digitalvertrieb getätigt. Die Verkäufe außerhalb Frankreichs machten 97 Prozent aus.
Größter Erfolg war "Teenage Mutant Ninja Turtles: Shredder's Revenge", das am 16. Juni digital und im Laufe des Sommers im Einzelhandel in Europa und Asien erschien. Der Titel von der Focus-Tochter Dotemu setzte im ersten Halbjahr 22,9 Millionen Euro um. Weitere zwei Millionen Euro kommen durch die Übernahme von BlackMill Games, ehemals WW1 Game Series, am 12. September hinzu, hauptsächlich durch den Release von "Isonzo" am 13. September. Focus erwartet durch die Übernahme weitere Synergien aufgrund der Erfahrung des Publishing-Teams im Shooter-Bereich.
Focus Entertainment ist zuversichtlich, die Ziele der Roadmap 2022/23 zu erreichen. Am 18. Oktober ist "A Plague Tale: Requiem" veröffentlicht worden, den Titel bezeichnet das Management als "ein wichtiger Meilenstein bei der Umsetzung der Roadmap". "Evil West" folgt am 22. November, "Atomic Heart" irgendwann im Winter. Der Publisher möchte seine Position in der Wertschöpfungskette weiter festigen und spricht von dem größten Line-up in der Geschichte des Unternehmens, das das zukünftige organische Wachstum der Gruppe vorantreiben wird. Ein wichtiger Baustein dürfte auch "Atlas Fallen" von Deck13 sein - sowie "Warhammer 40.000: Space Marine 2" von Saber.
Marcel Kleffmann