Entwickler Nobuya Ohashi über hohen Druck, anfängliche Schwierigkeiten und Herausforderungen bei der Arbeit mit den Superstars Mario und Sonic.

GameShop: Das ist jetzt der dritte Titel der Reihe "Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen". Sind Sie über den Erfolg Ihrer Spiele überrascht?

Nobuya Ohashi: Wir sind über den großen Erfolg schon etwas überrascht und auch sehr froh und geehrt, dass so viele Menschen Spaß an der Serie haben. Da dies der dritte Teil ist, haben wir einen hohen Druck, den zahlreichen Erwartungen gerecht zu werden. Es gibt ja inzwischen echt viele Fans der Serie.

GameShop: Wenn Sie an das erste Spiel der Reihe zurückdenken, warum hat es Sinn gemacht, Mario und Sonic in einem Sportpartyspiel zusammen auftreten zu lassen?

Nobuya Ohashi: Zuvor war diese Kollaboration ja undenkbar. Schon vor diesem Projekt gab es immer wieder Gespräche zwischen Nintendo und SEGA darüber, wie man Sonic und Mario zusammenbringen könnte. Da die Charaktere völlig verschiedene Hintergründe haben und aus zwei verschiedenen Universen stammen, kann man sie nicht einfach in einem Sonic-Level oder umgekehrt zusammen rennen lassen. Du musst etwas völlig Neues erschaffen, einen neutralen Ort. Als Sega sich dann die Lizenz gesichert hat um ein Spiel, basierend auf den Olympischen Spielen zu entwickeln, kam die Idee auf, Mario und Sonic gegeneinander antreten zu lassen. Die Idee haben wir Nintendo vorgeschlagen. Sie reagierten positiv und fanden das Konzept sehr interessant.

GameShop: Was waren die besonderen Herausforderungen für diese Version des Spiels, um es frisch und spritzig zu halten für diejenigen, die die Vorgänger gespielt haben?

Nobuya Ohashi: Für die Wii-Version haben wir neue Events hinzugefügt. Da London der Austragungsort ist, haben wir Sportarten eingefügt, die in Westeuropa sehr beliebt sind, wie Fußball oder Springreiten. Es gibt noch zahlreiche neue Disziplinen, wie z. B. Badminton oder Kanufahren. Und wir haben die Traumdisziplinen neu entwickelt - das sind Level, die thematisch auf Mario- oder Sonic-Welten basieren, damit man noch mehr Spaß im Mehrspielermodus hat. Zudem wird es einen völlig neuen Modus, den London-Party-Modus, geben.

GameShop: Für das Spiel haben Sie in und um London einiges an Recherche betrieben. Gibt es irgendwelche interessanten Geschichten über die Zeit? Gibt es irgendwelche Sehenswürdigkeiten oder Gerichte, die inzwischen zu ihren Lieblingen zählen?

Nobuya Ohashi: Wir hatten einige super Erlebnisse. Natürlich haben wir uns alle Austragungsorte, an denen die Olympischen Spiele stattfinden werden, angesehen. Einer dieser Orte war auf einem freien Feld. Ich glaube es war Wimbledon, bin mir aber nicht sicher. Aber es war eines dieser Felder, die mit Gras übersät sind. Außerhalb dieses Felds war ein elektrischer Zaun, der wilde Tiere draußen halten sollte. Einer unserer Künstler war ganz darauf versessen, das Feld aus verschiedenen Blickwinkeln zu fotografieren, und hat dabei den Zaun nicht bemerkt. Unglücklicherweise ist er, ohne es zu merken, auf den Zaun getreten und hat sich dabei einen ziemlichen Stromschlag eingefangen (lacht). Am Ende ging es ihm gut, aber er hat gesagt, dass es ziemlich wehgetan hat.

GameShop: Vielen Dank für das Gespräch!

Share this post

Written by