Passend zur Anhörung des Sportausschusses zum Thema eSport hat der CDU-Bundestagsabgeordneter Johannes Steiniger für eine Anerkennung bestimmter Computerspiele geworben. Der game weist diesen Vorschlag jedoch zurück.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Johannes Steiniger, selbst Mitglied des Sportausschusses des Bundestags, hat passend zur Anhörung des Ausschusses zum Thema eSport die Anerkennung bestimmter Games ohne gewaltbetonte Inhalte gefordert. "Entscheidend ist für mich eine konsequente Unterscheidung zwischen virtuellen Sportsimulationen, Echtzeit-Strategiespielen und Shooter-Spielen. Im Hinblick auf eSport im Verein muss aus meiner Sicht zwischen diesen Spielen und ihren Inhalten differenziert werden", so Steiniger. "Die USK-Altersangabe ist aus meiner Sicht ein gutes Kriterium zur Abgrenzung der Spiele. Das USK-Zertifizierungsverfahren stellt weltweit anerkannte Anforderungen an die Jugendfreigabe von Computerspielen und trifft Entscheidungen zur Jugendfreigabe, die breite Akzeptanz besitzen. Es ist daher nur folgerichtig anhand dieser Kriterien, Vereinen die Möglichkeit zu eröffnen, bestimmte Spiele in ihr Angebot aufzunehmen."

Der game - Verband der Deutschen Games-Branche zeigte sich wenig begeistert von dem Vorstoß: "Der aktuelle CDU-Vorschlag, die Gemeinnützigkeit des digitalen Sports für Games ab 16 Jahren auszuschließen, führt nicht nur an der weltweiten Realität der eSports-Kultur vorbei, sondern widerspricht auch den Versprechungen aus dem Regierungsprogramm an die Community. Zur Autonomie des Sports gehört eben auch die Selbstbestimmung des eSports! So ein Sonderweg führt Deutschland international nicht aufs Sieger-Treppchen, sondern direkt in die Sackgasse", so Felix Falk, Geschäftsführer des game.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.