Aus der europäischen Forschungsstudie "Children and their changing media environment" geht hervor, dass Kinder und Jugendliche im Alter zwischen neun und 17 Jahren zunehmend in einer eigenen Medienkultur leben.

Aus der europäischen Forschungsstudie "Children and their changing media environment" geht hervor, dass Kinder und Jugendliche im Alter zwischen neun und 17 Jahren zunehmend in einer eigenen Medienkultur leben. Im Tagesdurchschnitt würde diese Altersgruppe deutlich mehr als vier Stunden für Fernsehen/Video und Radio, knapp weniger als eine Stunde für Lesen und etwa 50 Minuten für PC sowie Konsole/Handheld aufwenden. Die vergleichende Analyse wurde in elf europäischen Ländern sowie in Israel durchgeführt. Insgesamt wurden in einem Zeitraum von zwei Jahren mehr als 15.000 Kinder und Jugendliche befragt. In Deutschland zeichnete das Hamburger Hans-Bredow-Institut für die Untersuchungen verantwortlich. Digitale Medien, wie etwa PC und Internet, würden demnach vor allem in skandinavischen Ländern eine wichtige Rolle spielen. Dort wie auch in Belgien und den Niederlanden hätten bereits 80 Prozent aller Kinder und Jugendlicher zu Hause Zugang zu einem PC. Insgesamt, so die Forscher, gelte im europäischen Vergleich, dass Kindheit und Jugend immer mehr zu 'Medienkindheit' und 'Medienjugend' würden und sich in Europa eine Art 'Kinderzimmerkultur' entwickle.

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