Auf dem Medienforum "Rencontres de Beaune" stand das Thema Internetpiraterie ganz oben auf der Tagesordnung. Unter den Teilnehmern waren u.a. die französischen Minister für Kultur und Industrie, Dan Glickman von der MPAA sowie Vertreter von Internetprovidern.

Während der "Rencontres de Beaune", einer Veranstaltung, die seit 14 Jahren von der Vereinigung ARP (Auteurs, Réalisateurs, Producteurs) organisiert wird, wurde kürzlich das Thema Piraterie diskutiert. Unter den Teilnehmern waren auch die beiden französischen Minister für Kultur und Industrie, Renaud Donnadieu de Vabres und Philippe Devedjian sowie MPAA-Chef Dan Glickman. Im Visier aller Diskussionsteilnehmer waren vor allem die Internetprovider, denen vorgeworfen wurde, keine richtigen Maßnahmen zum Kampf gegen die Piraten ergriffen zu haben. Laut Alain Sussfeld, Generalleiter des Konzerns UGC, seien die Strafen jedoch zu streng, um die Piraten - in der Regel ganz normale Endverbraucher - zu verfolgen. Anstatt den Downloadern mit Haft zu drohen, sollte man sie lieber zu moderaten, aber effektiven Strafen verurteilen.

Marie-Christine Levet, Präsidentin des Club-Internet (T-Online France), sagte, alle technischen Voraussetzungen seien vorhanden, um Internetpiraten zu verfolgen. Das Problem liege aber darin, dass sich nur einige wenige französische Provider mit dem Thema auseinander setzen. Für Michael Boukobza, Geschäftsführer des Providers Free, werde das Problem solange bestehen, wie die Rechteinhaber dem Video On Demand (VoD)-Bereich distanziert gegenüberstehen. Boukobza zeigte sich davon überzeugt, dass die Piraterie wesentlich reduziert werden könnte, wenn VoD-Produkte mit vernünftigen Preisen vermarktet würden.

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