Am kommenden Sonntag beschäftigt sich das ZDF-Magazin "Mona Lisa" mit Computer- und Videospielen. Schwerpunkt des Berichts ist die angeblich sexistische und frauenfeindliche Darstellung weiblicher Figuren in vielen Spielen.

Am kommenden Sonntag wird das ZDF-Magazin "Mona Lisa" einen Bericht senden, der sich mit der angeblich sexistischen und frauenfeindlichen Darstellung weiblicher Spielfiguren in Computer- und Videospielen beschäftigt. Recherchen des TV-Formats hätten ergeben, dass sich eine Vielzahl solcher Spiele auf dem Markt befänden. Die Ausführungen der Pressemitteilung des Senders lassen darauf schließen, dass erneut "GTA: San Andreas" als Aufhänger herhalten musste. Ohne Namen zu nennen, unterstellt das Magazin, dass in Spielen die Misshandlung von Frauen Prinzip habe und nur aus "Lust und Laune" praktiziert werde.

"Im Mittelpunkt vieler Spiele stehen halbnackte weibliche Kampfmaschinen. In anderen Angeboten werden Frauen per Mausklick zum Sex mit dem Hauptdarsteller eines Spieles animiert. Es entsteht ein brutal menschenverachtendes und sexistisches Frauenbild, das von den Herstellern stark beworben wird, für das 'besondere Geschenk' unter dem Weihnachtsbaum", so der Pressetext.

Als Experten konnte die Redaktion den Düsseldorfer Medienwissenschaftler Prof. Dr. Jo Goebel gewinnen, der die Entwicklung "bedenklich" nennt und es für "nahezu absurd" hält, "dass es plötzlich wieder gesellschaftsfähig wird, spielerisch mit einem Element umzugehen, bei dem die Unterdrückung der Frau in den Vordergrund gestellt wird."

Der Beitrag wird in der "Mona Lisa"-Sendung am 12. Dezember um 18.00 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Eine Wiederholung sendet 3Sat am 15. Dezember um 12.15.

Share this post

Written by