Frost & Sullivan prognostizieren gute Geschäfte mit WAP
Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan prognostiziert steigende Geschäftschancen mit Internetangeboten für Mobiltelefone. Im Jahr 2006 sollen 65 Prozent aller Mobilfunknutzer entsprechende Dienste via Handy & Co. nutzen.
Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan geht in der jetzt neuveröffentlichten Studie "Analysis of WAP and i-mode Services in Western Europe" von deutlich verbesserten Chancen im Geschäft mit Internetangeboten für Mobiltelefone aus. Sollen bis Ende 2002 die Nutzerzahlen zunächst noch langsam wachsen und etwa zehn Prozent der rund 235,3 Mio. Mobilfunkteilnehmer internetbasierte Services nutzen, könnte laut Frost & Sullivan der Nutzeranteil bis 2006 bei geschätzten 275,1 Mio. Mobilfunkteilnehmern auf 65 Prozent ansteigen. Als zusätzliche Schubkraft bezeichnen die Unternehmensberater das aus Japan importierte Angebot i-mode. Bis 2006 soll die Zahl der Nutzer von reinen i-mode-Diensten in Westeuropa bei rund 31 Mio. liegen. Das bis dato schlechte Abschneiden von WAP (Wireless Application Protocol) liege vor allem an seinen Vermarktungsfehlern. Die Ankündigung, mit WAP könne man per Handy im Internet surfen, stehe nun der Akzeptanz der tatsächlichen Angebote im Wege. Insgesamt hänge das Wachstum der WAP-Teilnehmer neben Inhalten und Vermarktung vor allem von Vorhandensein und Inanspruchnahme von GPRS (Generalised Packet Radio Service)- und UMTS (Universal Mobile Telecommunications System)-Netzen sowie von entsprechenden benutzerfreundlichen Handys mit Farbdisplay ab. WAP hat eine Zukunft in Westeuropa, die Nutzerzahlen werden aber viel langsamer wachsen als bei i-mode in Japan, so das Resümee von Frost & Sullivan.