Im September 2000 nahm die Federal Trade Commission (FTC) erstmals die Werbegewohnheiten der Entertainment Branche in Zusammenhang mit gewaltdarstellenden Medien unter die Lupe und stellte ihnen ein schlechtes Zeugnis aus. Nun hat die FTC ihre vierte Follow-Up-Studie vorgestellt.

Die Federal Trade Commission (FTC) hat die vierte Follow-Up-Untersuchung zu der Studie "Marketing Violent Entertainment to Children" vorgelegt. Die Studie wurde erstmals im September 2000 auf Anforderung des US-Präsidenten und des US-Kongresses erstellt. Damals hagelte es Kritik für alle Branchen. Sowohl Film- und Musikanbieter als auch Spielepublisher hatten bei ihrer Werbung gezielt Kinder- und Jugendliche angesprochen, obwohl die entsprechenden Produkte von den freiwilligen Alterseinstufungssystemen nur für Erwachsene eingestuft wurden. Seit dieser Zeit stellte die FTC Jahr für Jahr eine leichte Verbesserung fest. So auch in ihrem aktuellen Report. Im Gegensatz zur Filmbranche sei die Verbesserung im Musikbereich im Hinblick auf die Kennzeichnung der Datenträger nur sehr geringfügig. Bei der Spielebranche wurde zwar der prominente Einsatz der Rating-Label bei der Werbung gelobt, allerdings hindere dies die Publisher nicht auch weiterhin Anzeigen in der SI-Presse für "Mature"-Games zu schalten, obwohl diese Magazine größtenteils von Jugendlichen gelesen würden. Insgesamt zeigte sich die FTC allerdings zufrieden und empfahl, auch künftig auf ein freiwilliges Kontrollsystem zu setzen. Nichtsdestoweniger sei eine weitere Beobachtung und Zusammenarbeit mit der Branche notwendig. Dies soll unter anderem durch eine weitere Follow-Up-Untersuchung geschehen.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.