Fusion zu SquareEnix
Zum 1. April 2003 gehen die beiden japanischen Videospielehersteller Square und Enix zusammen. Steigender Konkurrenzdruck, hohe Entwicklungskosten und langfristiger Erfolg seien die ausschlaggebenden Argumente für eine Fusion.
Aus dem Trio Square, Enix und Namco wird zum April 2003 ein Zweigespann. Im Juni 2001 formierten sich die drei Unternehmen informell zum Joint Venture "PlayOnline". Square und Enix erweitern ihre Partnerschaft nun bis zur Fusion. Unter dem Namen SquareEnix Inc. entsteht ein Unternehmen, das die Erfolgsmarken "Final Fantasy" und "Dragon Quest" vereint. Für einen Merger würden unter anderem der steigende Konkurrenzdruck, in die Höhe schnellende Entwicklungskosten sowie die Fähigkeit sprechen, gemeinsam besser auf diese Marktveränderungen reagieren zu können.
Merger für April 2003 angekündigt
Die Beteiligungsverhältnisse von SquareEnix sind klar geregelt. Nach Enix-Vorstand Yasuhiro Fukushima und Square-Gründer Fasido Miyamoto wird Sony Computer Entertainment mit acht Prozent größter Shareholder. Die im freien Markt gehandelten Anteile werden im Verhältnis eins (Square) zu 0,81 (Enix) getauscht. Enix will in den nächsten Monaten 48,76 Mio. neue Aktien auf den Markt bringen, um eine volle Abdeckung zu erreichen. Präsident von SquareEnix wird der derzeitige Square-Chef Yoichi Wada, VP der derzeitige Enix-Chef Keiji Honda.
Insgesamt hat die Fusion einen Buchungswert von umgerechnet rund 722 Mio. Euro. Den Unternehmen kommt die Transaktion zu Gute. Square leidet noch immer unter dem desaströsen Ausflug in die Filmbranche. Mit dem Kinoflop "Final Fantasy - Die Mächte in Dir" setzte Square rund 135 Mio. Euro in den Sand. Enix profitiert vor allem von Squares internationaler Erfahrung. Während "Final Fantasy" weltweit Kultstatus genießt, fristet "Dragon Quest" außerhalb Japans noch ein Schattendasein.