GAME: Ernüchterndes Weihnachtsgeschäft
Auch in Großbritannien hatten Games-Händler im Weihnachtsgeschäft mit den Lieferschwierigkeiten der Konsolenhersteller zu kämpfen. Zum Jahresende verzeichnete die GAME-Kette ein Umsatzminus von 9,8 Prozent.
GAME, auf Computer- und Videospiele spezialisierte Handelskette in Großbritannien, spürte die Lieferschwierigkeiten der Konsolenhersteller im Weihnachtsgeschäft in den Kassen. In der Bilanz der acht Wochen bis zum 8. Januar schlägt ein Umsatzminus von 9,8 Prozent im Jahresvergleich zu Buche. Flächenbereinigt sank der Umsatz gar um 17,1 Prozent. Nachdem das zweite Geschäftshalbjahr mit Blockbustern wie "GTA: San Andreas" oder "Halo 2" viel versprechend gestartet sei, hätten die Lieferschwierigkeiten der Hardwarehersteller im Weihnachtsgeschäft für Ernüchterung gesorgt, resümierte GAME-Chairman Peter Lewis.
Dennoch wäre es zu einfach, die Schuld am Umsatzrückgang einzig bei den Hardwareherstellern zu suchen. Wie die Bilanz der 49 Wochen zum 8. Januar belegt, hat GAME bereits seit längerem mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen. So gab der Konzernumsatz im Jahresvergleich um 4,8 Prozent nach. Flächenbereinigt liegt das Minus bei 12,1 Prozent. Dabei sackte vor allem das Geschäft im Heimatmarkt ab. Während die Filialen in Kontinentaleuropa - GAME betreibt insgesamt 170 Geschäfte in Frankreich, Spanien und Skandinavien - um 21,7 Prozent zulegen konnten, liegt das Minus der 398 Standorte in Großbritannien bei 9,1 Prozent. Nichtsdestotrotz ist man für das Restjahr verhalten optimistisch. Zum Jahresabschluss erwartet man in der Konzernleitung ein ausgeglichenes Ergebnis.