Die Game Group, nach eigenen Angaben Europas größter Gamesretailer, hat die Bilanz für das am 31. Januar beendete Geschäftsjahr vorgelegt. Nach dem Merger zwischen GameStop und Electronics Boutique in den USA sei ein härterer Konkurrenzkampf in Europa zu erwarten.

Im am 31. Januar beendeten Geschäftsjahr 2005 hat die Game Group, Unternehmensangaben zufolge größter Gamesretailer Europas, trotz sinkender Umsätze mehr Gewinn gemacht. Nach 606,7 Mio. Pfund (ca. 891 Mio. Euro) aus dem Vorjahr liegt der Jahresumsatz jetzt bei 576,6 Mio. Pfund (rund 846 Mio. Euro). Der Rückgang sei maßgeblich auf den Hardwareengpass im vergangenen Weihnachtsgeschäft zurückzuführen. Dennoch verbesserte der Konzern seine Profitabilität. Mit einem Plus von 51 Prozent im Jahresvergleich stieg der operative Gewinn von 17,8 Mio. (ca. 26,1 Mio. Euro) auf 26,8 Mio. Pfund (rund 39 Mio. Euro). Zu verdanken sei dies vor allem dem guten Geschäft im Vereinigten Königreich. Auf einem guten Weg sieht man sich aber auch in Kontinentaleuropa. Erstmals hätten die Niederlassungen auf dem Kontinent profitabel gearbeitet.

Das 1. Quartal 2005 sei viel versprechend angelaufen. Ein 18,1-prozentiges Umsatzplus bestärkt die Unternehmensführung in ihrem Vorhaben, weiteres Umsatzwachstum zu generieren. Zwischen 60 und 70 neue Geschäfte sollen in diesem Jahr eröffnet werden, was die Gesamtzahl auf bis zu 680 Filialen heben würde. Skeptisch betrachtet wird der bevorstehende Zusammenschluss von GameStop und Electronics Boutique in den Vereinigten Staaten. Mit gut 3200 Geschäften in den USA wäre der neue Handelsgigant im Heimatmarkt fast flächendeckend vertreten. Es sei anzunehmen, dass der US-Konkurrent verstärkt in Europe aktiv werden werde, um weiteres Wachstum zu erzielen.

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