Der Bundesverband G.A.M.E. fordert vehement Medienfonds auch künftig zu erhalten, wenn sie der Finanzierung deutscher oder europäischer Produkte dienen. Fielen die Fonds weg, entzöge man den Spieleentwicklern das derzeit chancenreichste Finanzierungsmodell.

Sollten Regierung und Opposition tatsächlich die Medienfonds abschaffen, droht der deutschen Entwicklerszene ein Fiasko, warnt der Bundesverband G.A.M.E. vehement fordert die Entwicklervereinigung Fonds zu erhalten, die der Finanzierung deutscher oder europäischer Produkte dienen. Denn fielen Fonds als Finanzierungsmodell aus, entzöge man der deutschen Szene die derzeit Erfolg versprechendste Möglichkeit, ihre Produkte zu finanzieren. "Es wirkt eigentümlich, dass die Politik einerseits prüft, wie sie die Entwicklung von Computerspielen fördern kann - andererseits eine Quelle für Erfindung, Produktion und Fortschritt trocken legt", sagt Claas Oehler, Geschäftsführer Recht des Verbandes.

Gerade für deutsche und europäische Entwickler seien Fonds wichtig, da die wenigen verbliebenen nationalen Publisher kaum in der Lage seien, Produktionsbudgets von mehr als 1,5 Mio. vorzufinanzieren, so G.A.M.E. In eine besonders prekäre Lage kommt die Entwicklerszene, da im Gegensatz z.B. zur Filmbranche noch immer keine staatliche Förderung besteht. Auch um die Position deutscher Unternehmen im internationalen Wettbewerb zu stärken, fordert G.A.M.E. daher erneut ein Fördermodell. Denkbar sei eine europäische Lösung, um mit der internationalen Konkurrenz Schritt zu halten.

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