"Game mit Potenzial zum Kinofilm"
Im Xbox-Debüt für die Swing! Entert@inment Media Ag setzt Schauspieler Ralf Moeller Akzente. Als Hauptcharakter Knight im Spieltitel "Enclave" muss sich Moeller diesmal nicht den Launen eines Regisseurs, sondern denen eines Spielers aussetzten. Im Rahmen des Motion Capturing hatte GamesMarkt.de die Gelegenheit, mit Ralf Moeller über seine Ambitionen zu sprechen.
GamesMarkt.de: Was fasziniert Sie an Computer- und Videospielen?
Ralf Moeller: An Games wie "Enclave" fasziniert mich die heutzutage unglaubliche Grafik, die ja schon Filmqualität hat. Außerdem ist es erstaunlich, wie umfangreich und tief die Story in einem Spiel sein kann, wenn es gut gemacht ist. Wenn ich als Gamer vor dem PC oder der Konsole sitze, bestimme ich die Handlungen meines Helden. Im Film ist das da schon anders.
GM: Was gab für Sie den Ausschlag, Swing! als Partner zur Verfügung zu stehen?
Moeller: Ich habe Marco Hüsges in Los Angeles kennen gelernt, und wir haben uns auf Anhieb gut verstanden. Swing! ist eine international agierende Company, die aber aus meiner Heimat kommt. Schon allein daraus ergeben sich Gemeinsamkeiten. Ich interessiere mich immer für neue, spannende Entwicklungen im Unterhaltungsbereich, und damit auch für Konsolen wie die Xbox. Und dann ist da ein deutscher Publisher, der für die Xbox produziert und mit "Enclave" ein Superspiel am Start hat. Da lag die Entscheidung für diese Zusammenarbeit nahe, und ich habe mich natürlich gefreut,,Vorlage" für einen "Enclave"-Charakter zu sein.
GM: In "Enclave" werden Sie als virtuelle Figur in Erscheinung treten. Gibt es für Sie einen Unterschied zwischen Ihrer Rolle als Filmschauspieler einerseits und als virtuelle Figur im Spiel andererseits?
Moeller: In "Enclave" bin ich Pate für den Hauptcharakter Knight. Im Game bestimmt der Entwickler und hinterher der Spieler selbst meinen Weg, im Film ist es der Regisseur. Ich selbst bringe im Film wie im Game meine Persönlichkeit ein.
GM: Wie waren Ihre ersten Eindrücke vom Spiel? Entsprach das Gesehene Ihren Erwartungen, auch in Hinsicht auf Ihr eigenes Erscheinungsbild im Spiel?
Moeller: Absolut. Ich bin von den Texturen im Spiel und von den Bewegungen meines Charakters begeistert. Knight wirkt absolut lebendig.
GM: In jüngster Zeit kamen viele Videospiele als Filmumsetzung in die Lichtspielhäuser, wie etwa "Tomb Raider" oder aktuell "Resident Evil". Können Sie sich "Enclave" auch als Kinofilm vorstellen?
Moeller: "Enclave" bietet in jedem Fall Potenzial für einen Kinofilm. Die klassische Gut-gegen-Böse-Thematik, umgesetzt in dieser düsteren, atmosphärischen Fantasyszenerie käme sicher auch im Kino gut an. Und über die Besetzung müssten sich die Produzenten auch keine Gedanken mehr machen...