Auf Basis einer Mitgliederbefragung schätzt der Branchenverband die Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland derzeit als eher niedrig ein. Vor allem bei den Themen Jugendschutz, digitale Infrastruktur und digitale Bildung herrscht Verbesserungspotenzial.

Kurz vor der Bundestagswahl in gut einem Monat hat der game-Verband seine mehr als 340 Mitglieder zum Stand des Gamesstandorts Deutschland befragt und erhielt ein recht ernüchterndes Ergebnis. Demnach wird die Wettbewerbsfähigkeit des Landes im Durchschnitt tendenziell als "Eher schlecht" eingestuft. Am besten kommt die Ausbildung von Nachwuchskräften weg, die noch am weitesten in Richtung "Eher gut" ausschlägt. Den größten Schwachpunkt sehen die befragten Unternehmen hingegen bei der Steuerlast, die im internationalen Vergleich eher hoch ausfällt.

In seiner Auswertung sieht der game die Einführung der Bundesförderung als größte Leistung der aktuellen Regierung an. Weitere Maßnahmen wie ein Games-Referat und die Vorstellung einer Games-Strategie wären positive Zeichen. Auch die Modernisierung des Deutschen Computerspielpreises und die steigende Anzahl von Games-Studiengängen wird gelobt.

Neben der noch immer zu schwachen Internet-Infrastruktur bemängelt der Verband stellvertretend für seine Mitglieder die verfehlte neue Gesetzgebung zum Jugendmedienschutz sowie die digitale Bildung. Während bei letzterer zumindest Besserung gelobt wurde, zeigte das E-Sport-Beispiel dass dies nichts bedeuten muss. Das Brechen des Versprechens einer Gemeinnützigkeit für E-Sport-Vereine wird scharf kritisiert.

game-Geschäftsführer Felix Falk kommentiert: "Es geht voran, aber wir haben noch ein gutes Stück Arbeit vor uns, wenn wir zu den besten Games-Standorten weltweit aufschließen wollen. Mit der Games-Förderung, dem Games-Referat, der Games-Strategie oder Initiativen in mehreren Bundesländern wird aktuell ein wichtiges Fundament für eine erfolgreiche Standortpolitik in den kommenden Jahren gelegt. Dieser Weg muss nun von der kommenden Bundesregierung konsequent und mit konkreten Maßnahmen in den unterschiedlichen Bereichen weitergegangen werden. Dann können wir aus Deutschland heraus das international erfolgreichste Medium unserer Zeit auch wirklich mitgestalten und geben uns nicht länger nur mit dem Zuschauerrang zufrieden".

Im Zuge der Veröffentlichung des Barometers betont der game noch einmal seine vergangenes Jahr vorgestellten Forderungen der Branche für mehr Wettbewerbsfähigkeit. Darin werden konkrete Maßnahmen wie das Lehren von Medienkompetenz und Programmieren im Unterricht, GründerInnenstipendien sowie die Ankerkennung von E-Sport-Vereinen als gemeinnützig in der Abgabenordnung vorgeschlagen.

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Asha Sharma, Executive Vice President and CEO of Microsoft Gaming, and Matt Booty, Executive Vice President and Chief Content Officer of Microsoft Gaming. © Microsoft

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