Mit einem Vorsteuerverlust von 56,1 Mio. britischer Pfund im ersten Geschäftshalbjahr fällt die Bilanz von Gameplay zwar besser aus als erwartet, aber der Niedergang der Firma wird dadurch nicht aufgehalten.

Gameplay plc. macht die Haltung offizieller britischer Stellen in Sachen Breitbandtechnologie für den Niedergang der Firma verantwortlich. Man hoffe aber weiterhin, Spiele via Internet und iTV distribuieren zu können, die beide von der Einführung der Breitbandtechnologie abhingen. Mark Strachan, Noch-Vorstand von Gameplay, betonte: "Wir sind abhängig von dieser Technologie. Aber Großbritannien ist bei ihrer Einführung langsamer als der Rest Europas." Gameplay stehe nun in Verkaufsverhandlungen für alle Geschäftsteile. Nötig mache dies die finanzielle Situation mit einem Vorsteuerverlust von 56,1 Mio. britischer Pfund im ersten Geschäftshalbjahr. Dennoch sind die Zahlen, die Gameplay nun nach mehrmaligem Aufschub präsentierte besser als von Analysten erwartet. Mitte Mai, nachdem Gameplay die Bilanzvorstellung verschoben und dies mit laufenden Gesprächen über den Verkauf einzelner Geschäftssparten begründet hatte, waren Finanzexperten von einem Vorsteuerverlust von 66,4 Mio. Pfund ausgegangen. Der Umsatz von Gameplay beträgt 44,5 Mio. Pfund. Allerdings stammt mit 37,3 Mio. Pfund der Löwenanteil von den Divisions, die mittlerweile verkauft wurden oder im Insolvenzverfahren stecken. In den nächsten Tagen sollen weitere 40 Mitarbeiter von Gameplay den 275 Mitarbeitern folgen, die im Rahmen der Neustrukturierung bereits ihren Hut nehmen mussten.

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