GameStop steigert Umsatz, verbucht aber höhere Verluste
Die US-Einzelhandelskette GameStop hat ihren Geschäftsbericht für das vierte Quartal und das gesamte Geschäftsjahr 2021 veröffentlicht. Obwohl der Umsatz stieg, kletterten auch die Verluste. Durch Aktienverkäufe konnten aber nahezu alle Schulden getilgt werden. Ein NFT-Marktplatz ist für 2022 geplant.
GameStop hat die Finanzergebnisse für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2021 veröffentlicht. Sowohl das Quartal als auch das Geschäftsjahr endeten am 29. Januar 2022.
Für das vierte Quartal (November bis Januar) wird ein Umsatzanstieg auf 2,254 Milliarden Dollar gemeldet, ungefähr 2,02 Milliarden Euro. Das sind 132 Millionen Dollar mehr als im Vorjahr und 60 Millionen Dollar mehr im Vergleich zu 2019. Neue und ausgebaute Geschäftsbeziehungen mit Marken wie Alienware, Corsair und Lenovo werden erwähnt, die zum Umsatzwachstum im Quartal beigetragen haben. Auch die GameStop-App wurde überarbeitet. Dennoch stand unter dem Strich letztendlich ein Nettoverlust in Höhe von 147,5 Millionen Dollar, ungefähr 132 Millionen Euro. Im Vorjahr wurde noch ein Gewinn in Höhe von 80,5 Millionen Dollar verbucht, ca. 66,4 Millionen Euro.
Ähnlich sieht es auch beim Gesamtjahr aus. Von Februar 2021 bis Ende Januar 2022 setzte das Unternehmen 6,011 Milliarden Dollar (5,4 Mrd. Euro) um - fast eine Milliarde Dollar mehr im Vergleich zum Vorjahr. Der Nettoverlust stieg ebenfalls, auf 381,3 Millionen Dollar. Das sind ungefähr 342 Millionen Euro. Im vorherigen Geschäftsjahr lag der Verlust noch bei 215,3 Millionen Dollar, ca. 177 Millionen Euro. Im Bericht wird erwähnt, dass GameStop den Produktkatalog um ein breiteres Angebot an Unterhaltungselektronik, PC-Equipment und wiederaufbereiteter Hardware ergänzt hätte und sie langfristige Investitionen in das Fulfillment-Netzwerk, die Systeme, neue Standorte und die Teams getätigt hätten.
GameStop verfügte am Ende des Geschäftsjahres über 1,271 Milliarden Dollar (1,14 Mrd. Euro) an Barmitteln und 915 Millionen Dollar (820 Mio. Euro) an Lagerbeständen. Die gestiegenen Investitionen in Lagerbestände spiegeln den Fokus auf die Deckung der gestiegenen Nachfrage und die Abschwächung des Gegenwinds in der Lieferkette wider. Die höheren liquiden Mittel sind auf den Verkauf eigener Aktien während des Höhenflugs der Aktie zu Beginn 2021 (Short Squeeze) zurückzuführen. Mehr als 1,67 Milliarden Dollar (fast 1,5 Mrd. Euro) konnte so an Kapital beschafft werden. Das Unternehmen hebt hervor, dass alle langfristigen Schulden getilgt wurden, mit Ausnahme eines zinsgünstigen Darlehens in Höhe von 44,6 Millionen Dollar in Frankreich im Zuge der Covid-19-Pandemie.
Das Unternehmen gab außerdem bekannt, dass ein eigener Marktplatz für NFTs bis zum Ende des zweiten Quartals des Geschäftsjahres 2022 starten soll, also bis Ende Juli 2022. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit Immutable X.