Gaming-Boom in China bietet Chancen
Bis 2009 werden in China 55,5 Mio. Menschen regelmäßig Computer- und Videospiele konsumieren, rechnet Niko Partners einer aktuellen Studie vor. Das Potential auch für westliche Publisher sei riesig, wenn das Geschäft den chinesischen Gegebenheiten angepasst werden kann.
China könnte schon bald zu einem der wichtigsten Absatzmärkte für Computer- und Videospiele werden. Für die kommenden vier Jahre prognostiziert Niko Partners in einer aktuellen Studie den Durchbruch zum Massenmarkt. Momentan würden 28,8 Mio. chinesische Spielefans einen Jahresumsatz von 467,8 Mio. Dollar generieren. Bis 2009, so rechnet Niko vor, sollen dies 55 Mio. Gamer und zwei Mrd. Dollar Umsatz sein.
Dabei läge der Schwerpunkt nach wie vor auf Onlinegames, die in den 350.000 chinesischen Internetcafés gespielt werden und zu den liebsten Freizeitbeschäftigungen der jungen Chinesen zählen. Vorteile bietet diese Vorliebe für Onlinegames beiden Seiten. Soziale Interaktion und hoher Unterhaltungswert stillten die Kundenbedürfnisse, während Abogebühren und ein höherer Schutz vor Produktpiraterie der Industrie zugute kommen.
Großes Potential attestiert Niko dem Markt auch für westliche Publisher, wenn das Geschäft den chinesischen Besonderheiten angepasst werde. Hier sei es nicht nur unabdingbar, asiatische Themen aufzugreifen, auch die mitunter strenge Zensur sowie die politischen Vorgaben aus Peking müssten beachtet werden.