Gaming-Umsatz in den USA sinkt 2022, liegt aber über dem Vor-Covid-Niveau
Die Umsätze in der US-Gamesbranche sind im Jahr 2022 um fünf Prozent im Vergleich zu 2021 gesunken. Während im Hardware-Bereich ein Plus festgemacht wurde, waren die Einnahmen bei Spielinhalten und Zubehör leicht rückläufig. Trotzdem liegt das Endergebnis deutlich über dem Vor-Covid-Niveau aus 2019.
In den USA beliefen sich die Ausgaben für Computer- und Videospiele im Jahr 2022 auf 56,6 Milliarden Dollar, in etwa 52,33 Milliarden Euro, ein Rückgang um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Entertainment Software Association (ESA) und The NPD Group heben allerdings hervor, dass sich 2022 der Absatz im Videogamessektor nach den Rekordjahren 2020 und 2021 wieder stabilisiert hätte und über den 43,5 Milliarden Dollar vor der Covid-19-Pandemie im Jahr 2019 liegen würde. Die Umsatzzahl umfasst Hardware, Zubehör und allen Inhaltskategorien, einschließlich Vollpreistitel, Post-Launch-Content und Abonnements für Konsolen-, Cloud-, Mobile-, PC- und VR-Plattformen. Für die Mobile-Daten ist Sensor Tower verantwortlich.
Mat Piscatella, Video Game Industry Advisor bei der NDP Group: "Zu den Faktoren, die sich negativ auf die Ausgaben im Jahr 2022 auswirkten, gehörten anhaltende Lieferengpässe bei Konsolenhardware, ein relativ geringes Angebot an neuen Premium-Veröffentlichungen und makroökonomische Bedingungen. Angesichts der mit Spannung erwarteten neuen Spiele und der Reduzierung oder sogar Beseitigung von Lieferengpässen bei Konsolenhardware könnte der Markt 2023 durchaus wieder wachsen."
Von den 56,6 Milliarden Dollar im Gesamtjahr wurden im Dezember 2022 knapp 7,6 Milliarden Dollar bzw. fast sieben Milliarden Euro für Hardware, Gamesinhalte und Zubehör ausgegeben, zwei Prozent mehr als im Vorjahr. 6,3 Milliarden Dollar waren es im November 2022. Damit stammt knapp ein Viertel des Jahresumsatzes aus den beiden Monaten November und Dezember.
Die Hardwareverkäufe stiegen 2022 um acht Prozent im Vergleich zu 2021, auf 6,57 Milliarden Dollar, fast 6,1 Milliarden Euro. Die meistverkaufte Konsole nach Stückzahlen war die Switch von Nintendo, vor der PlayStation 5 und der Xbox Series X|S. Wird der Umsatz betrachtet, dann liegt Sony mit der PlayStation 5 vor der Switch und den beiden Microsoft-Konsolen. Für Gamesinhalte wurden 47,5 Milliarden Dollar bzw. fast 44 Milliarden Euro und 2,5 Milliarden Dollar bzw. fast 2,3 Milliarden Euro ausgegeben, was einem Rückgang von sieben bzw. acht Prozent gegenüber 2021 entspricht. "Call of Duty: Modern Warfare II" war das meistverkaufte Spiel 2022 in den USA, vor "Elden Ring" und "Madden NFL 23".
"Dieser jüngste Bericht unterstreicht die führende Rolle der Videospielindustrie als treibende Kraft in der US-Wirtschaft sowie für innovative und kreative Unterhaltung", sagte ESA-Präsident und CEO Stanley Pierre-Louis. "Diese Zahlen unterstreichen auch die weit verbreitete Bedeutung, die Videospiele für die Zufriedenheit und den Zusammenhalt in den amerikanischen Haushalten haben."
Umsatz mit Games auf PC und Konsolen (nur Vollversionen; ohne DLCs und Mikrotransaktionen) 1. "Call of Duty: Modern Warfare 2" 2. "Elden Ring" 3. "Madden NFL 23" 4. "God of War: Ragnarök" 5. "Lego Star Wars: Die Skywalker-Saga" 6. "Pokémon Karmesin und Purpur" (ohne Digitalverkäufe) 7. "FIFA 23" 8. "Pokémon-Legenden: Arceus" (ohne Digitalverkäufe) 9. "Horizon Forbidden West" 10. "MLB: The Show 22" (ohne Digitalverkäufe auf Xbox) 11. "Mario Kart 8 Deluxe" (ohne Digitalverkäufe) 12. "Call of Duty: Vanguard" 13. "Gran Turismo 7" 14. "Kirby und die Vergessene Welt" (ohne Digitalverkäufe) 15. "NBA 2K23" (ohne Digitalverkäufe) 16. "Sonic Frontiers" 17. "Gotham Knights" 18. "Minecraft" 19. "Nintendo Switch Sports" (ohne Digitalverkäufe) 20. "Super Smash Bros. Ultimate" (ohne Digitalverkäufe)
Dennis Yeh, Gaming Insights bei Sensor Tower, hebt hervor, dass in der Weihnachtssaison ein Anstieg der Ausgaben in allen Genres im Mobile-Sektor beobachtet wurde. Die größten Zuwächse wurden bei Geolocation-Games wie "Pokémon Go" mit 17 Prozent, Simulationen wie "Roblox" mit 15 Prozent, Action (Beispiel: "Genshin Impact") mit 15 Prozent und Shootern wie "Call of Duty Mobile" mit 14 Prozent verzeichnet. Weihnachtliche Live-Operations oder entsprechende Events sowie verkaufte Gutscheinkarten werden für die Umsatzsteigerung im Dezember 2022 angeführt.
Umsatz auf Mobile 1. "Candy Crush Saga" 2. "Roblox" 3. "Coin Master" 4. "Royal Match" 5. "Pokémon Go" 6. "Evony" 7. "Clash of Clans" 8. "Homescapes" 9. "Bingo Blitz - Bingo Games" 10. "Jackpot Party - Casino Slots"