Gericht kippt Minnesota-Regelung
Auch im US-Bundesstaat Minnesota werden Computer- und Videospiele weiter frei verkäuflich sein. Die Landesregierung scheiterte vor Gericht mit dem Vorhaben, Kinder und Jugendliche, die für ihr Alter ungeeignete Spiele kaufen, zu bestrafen.
Nachdem es in der Vergangenheit nicht gelang, den Handel mit gewaltdarstellenden Spielen zu regulieren, zeigte sich der US-Bundesstaat Minnesota besonders kreativ: Anstatt die Händler bei Verstößen haftbar zu machen, sollten die Käufer bestraft werden. Bereits im Mai segnete Gouverneur Tim Pawlenty die Gesetzesvorschrift ab, derzufolge Kinder und Jugendliche, die für sie ungeeignete Spiele kaufen, mit einer Zahlung in Höhe von 25 Dollar bestraft werden sollten.
Vor Gericht hatte die Regelung aber keinen Bestand. Der zuständige Bezirksrichter kippte das Gesetz, nachdem die Entertainment Software Association klagte. Wie in vorangegangenen Fällen erkannte Richter Rosenbaum die Verfassungswidrigkeit der Regelung und verhinderte so das Inkrafttreten.