Gipfeltreffen der Wohnzimmer-Gitarreros
"Guitar Hero" ist ein Phänomen: Seit seinem Erstauftritt vor fast drei Jahren sind Millionen Spieler zu Fans geworden. Mit "Guitar Hero: On Tour" macht das Musikspiel jetzt sogar mobil Spass!
Die größten Erfolge kommen aus dem Nichts. Vor drei Jahren dümpelte das Genre der Musikspiele noch vor sich hin. Sein Randdasein endete 2005 schlagartig. Mit "Guitar Hero" für PlayStation 2 betrat im Herbst des Jahres ein Star die Bühne der Spielwelt. Das Rhythmusspiel für Profi- wie Nichtmusiker revolutionierte das Genre. Es gab dem Spieler die Möglichkeit, sich wie ein echter Rockstar zu fühlen, ohne auch nur jemals ein Instrument in die Hand genommen zu haben.
Doch ganz so stimmt das auch nicht, und das ist es, was "Guitar Hero" so besonders macht: Der mitgelieferte Controller stellt eine Gitarre dar und ist ein Mittelding aus Luft- und echter E-Gitarre. Am oberen Teil des Halses sind für die linke Hand im Abstand von Gitarrenbünden fünf Knöpfe in verschiedenen Farben - Grün, Rot, Gelb, Blau, Orange - angebracht. Die Saiten ersetzt ein Kippschalter, der mit der rechten Hand angeschlagen wird.
Den richtigen Ton treffen
Das simple, nichtsdestotrotz aber spektakulär in Szene gesetzte Design macht einen schnellen und einfachen Einstieg möglich. Auf dem Bildschirm sieht der Spieler die perspektivisch dargestellte Nachbildung eines Griffbretts. Wie auf einem Laufband kommen ihm Töne an der Stelle und in den Farben entgegen, die er auf seiner Gitarre dann drücken muss, wenn sie in der Musik erklingen - je nach Geschwindigkeit der Notenfolge ein mehr oder weniger schwieriges Unterfangen.
Die fantastische Rock-'n'-Roll-Atmosphäre, die dadurch entsteht, wird unterstützt durch Musikercharaktere, die zu einer Lichtshow live on stage performen.
"Guitar Hero" macht mobil
Der evolutionäre Prozess von "Guitar Hero" spaltet sich nun erstmals in mehrere Stränge: Auf "Guitar Hero I", das mit Stücken wie "Smoke on the Water" von Deep Purple bis "Take Me Out" von Franz Ferdinand ein buntes Repertoire besaß, folgte Ende 2006 "Guitar Hero II" für PlayStation 2 (wenige Monate später in aufgemotzter Version auch für Xbox 360).
Mitte 2007 erschien die Spezialausgabe "Guitar Hero: Rocks The 80s" und Ende 2007 "Guitar Hero III: Legends Of Rock" für alle relevanten Konsolen und PC. Auch hier durfte zu Songs wie "Sweet Child O' Mine" von Guns N' Roses oder "I Wanna Rock" von Twisted Sister abgejamt werden.
Wandergitarre "Guitar Hero: On Tour"
Bevor gegen Ende des Jahres mit "Guitar Hero: World Tour" der vierte Teil für Gesang, Gitarre, Bass und Drums erscheint, freuen sich Fans auf "Guitar Hero: Aerosmith", mit vielen Songs besagter US-Rocker (für Wii, PS2, PS3 und Xbox360), und das erste "Guitar Hero" für unterwegs: "Guitar Hero: On Tour". Hersteller Activision verwandelt dafür den Nintendo DS in einen Hybriden aus Spielkonsole und E-Gitarre. Alles, was es dazu braucht, ist das Spiel, der mitgelieferte Guitar Grip und das dazugehörige Plektron.
Mit wenigen Griffen gehen Spieler in Stellung und rocken zu über 25 Songs, wovon 20 Stück erstmals in "Guitar Hero" zum Einsatz kommen.