Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) hat eine positive Bilanz für das Jahr 2006 gezogen. Man habe zwar insgesamt weniger Verfahren eingeleitet als im Vorjahr, diese hätten aber wesentlich höhere Auswirkungen auf die Quellen des Vertriebsnetzes von Raubkopien gehabt.

Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) hat zwei Tage vor dem "Welttag des geistigen Eigentums" auf einer Pressekonferenz am 24. April ihre Jahresbilanz für 2006 vorgestellt. Diese fiel positiv aus: "Durch unsere zugespitzte Vorgehensweise haben wir im Jahr 2006 zwar insgesamt weniger Verfahren eingeleitet als im Vorjahr, diese hatten aber eine wesentlich höhere Wirkung in Bezug auf die Quellen des illegalen Vertriebsnetzes", resümierte GVU-Geschäftsführer Ronald Schäfer in Berlin. Die GVU hat demnach ihren strategischen Ansatz auch 2006 konsequent in die Praxis umgesetzt und ihre Aktivitäten noch stärker als in den Vorjahren auf solche Tätergruppen konzentriert, die durch ihr Verhalten erst die Voraussetzungen für eine massenhafte illegale Verbreitung von Filmen und Software geschaffen haben: die als Supplier bezeichneten Erstverursacher an der Spitze der Verbreitungskette sowie die Releasegroups, die die Raubkopien im Internet verbreiten.

Insgesamt seien durch dieses Vorgehen 2006 durch die GVU 1843 Verfahren eingeleitet (2549 im Jahr 2005) und 1475 initiierte Verfahren abgeschlossen worden (1500 im Jahr 2005). Die GVU unterstützte die Strafverfolgungsbehörden eigenen Angaben zufolge bei insgesamt 1308 Durchsuchungsmaßnahmen als sachverständiger Zeuge (1737 im Jahr 2005). Im Rahmen von Strafverfahren wurden durch die Strafverfolgungsbehörden 552.731 Gegenstände beschlagnahmt (516.507 im Jahr 2005). 70 Prozent dieser Raubkopien enthielten Filme.

Auf der Pressekonfererenz, die gemeinsam mit der ZKM - Zukunft Kino Marketing und der Initiative "Respect Copyrights" abgehalten wurde, wurden neben der GVU-Bilanz auch noch einmal die Rahmendaten der AFD-Studie vorgestellt, nach der 61 Prozent aller aktuellen Kinofilme im Netz verfügbar seien.

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