GVU-Ermittlungen rufen Behörden auf den Plan
Eine großangelegte Aktion gegen ein Raubkopiennetzwerk führte in Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Sicherstellung umfangreichen Beweismaterials durch die Polizeibehörden. Die federführende Staatsanwaltschaft Stuttgart wurde nach Hinweisen der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) tätig.
Behörden in fünf Bundesländern ist nach GVU-Angaben ein Schlag gegen die Raubkopierer-Szene gelungen. Ausgangspunkt war die illegale Veröffentlichung des Ubisoft-Titels "Rainbow Six: Vegas" über Internettauschbörsen, das Ergebnis ist die Sicherstellung umfangreichen Beweismaterials gegen Raubkopierer in Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Wie die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) mitteilte, gelang den Behörden unter der federführenden Staatsanwaltschaft Stuttgart ein schwerer Schlag gegen die deutsche Bit-Torrent-Szene. Vorausgegangen waren Recherchen der GVU im Tauschbörsenumfeld, mit denen die sogenannten First-Seeder, also Täter, die eine Datei als Erste in eines der Netzwerke einbringen, ausfindig gemacht werden sollten. Offenbar ging den GVU-Agenten dabei ein dicker Fisch ins Netz. Die weiteren Ermittlungen hätten ergeben, dass die Gruppe Filme und Spiele im großen Stil, teils noch vor der Veröffentlichung, in die Szene einbrachten. "Die Strategie der GVU, sich auf ein Vorgehen gegen die Verursacher einer massenhaften und illegalen Verbreitung der Produkte unserer Mitglieder zu konzentrieren, zeigt nun auch im Bereich der Internettauschbörsen Wirkung", kommentierte GVU-Geschäftsführer Jochen Tielke den Erfolg.