Neuere Kopierschutzsysteme können in bestimmten Konstellationen zu Problemen bei der Installation führen. Verbraucherschützer kritisieren die Vorgehensweise der Hersteller und raten zum Umtausch.

Spiegel-Online berichtet aktuell über moderne Kopierschutzsysteme wie Macrospaces "Safedisk 3", die in bestimmten Konstellationen Probleme bei Installation und während des Spielens hervorrufen können. Im Einzelnen geht es um Kompatibilitätsprobleme in Verbindung mit verschiedenen Brenn- oder Kopierprogrammen. Ist beispielsweise das beliebte "Nero Burning" installiert, würden viele Neuveröffentlichungen die Zusammenarbeit verweigern.

Die Industrie spricht währenddessen von Einzelfällen. Stellvertretend meldet sich Martin Lorber, Head of PR bei Electronic Arts, in dem Artikel zu Wort. Am Beispiel "Die Sims 2", von dem bereits mehr als 500.000 Exemplare in Deutschland verkauft wurden, lasse sich deutlich ablesen, wie selten Beschwerden dieser Art vorkämen. Verbraucherschützer hingegen pochen auf die Herstellerhaftung. "Wenn eine Sperre das Spielen verhindert, dann handelt es sich um ein beschädigtes Produkt und es ist legitim das auszuhebeln", wird Jürgen Schröder von der Verbraucherzentrale NRW zitiert. "Die Hersteller müssen über andere Lösungen nachdenken, denn es kann nicht sein, dass die technischen Probleme auf dem Rücken der Verbraucher ausgetragen werden."

Den Händler will Rechtsanwalt Tobias H. Strömer in die Verantwortung nehmen: "Wenn das Spiel wegen virtueller Laufwerke die Zusammenarbeit verweigert, dann ist entscheidend, was der Verkäufer beim Kauf zugesagt hat. Hat er nicht darauf hingewiesen, dann liegt ein Sachmangel vor."

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