Handelspartner des Jahres: Dussmann
Die Fachjury des Deutschen Schallplattenpreises Echo hat den Berliner Medienanbieter Dussmann - das KulturKaufhaus zum Handelspartner des Jahres gekürt: Geschäftsführer Hartwig Schulte-Loh präsentiert Kunden und Industrie gleichermaßen ein überzeugendes Konzept.
Am 31. Oktober 1997 öffnete Das KulturKaufhaus an der Berliner Friedrichstraße zum ersten Mal seine Türen. Die Verkaufsfläche von rund 4700 Quadratmetern erstreckt sich über vier Stockwerke im Firmensitz der Dussmann-Gruppe, deren weitere Geschäftsfelder im Dienstleistungsbereich liegen. Als Medienkaufhaus setzen Schulte-Loh und sein Team auf einen Produktmix aus Videos, DVDs, Software, Tonträgern und Büchern. Im Musikbereich hält Dussmann jeweils 50.000 CDs in den Segmenten Klassik und Pop/Jazz vor. Eine Weltmusik- und eine DVD-Abteilung mit 2500 Titeln ergänzen das Angebot. Schulte-Loh zeigt sich vom Erfolg der DVD positiv überrascht: "Es erstaunt mich, dass unsere Politik, ein Sortiment mit fachlicher Beratung anzubieten, sich auch in diesem Bereich auszahlt." Und die Geschäfte laufen gut. So verzeichnete Schulte-Loh in den Monaten Januar und Februar dieses Jahres ein Umsatzplus von fast 30 Prozent gegenüber den Vorjahresmonaten.
Dussmann sorgte von Beginn an für frischen Wind im Handel: Allein die ersten 100 Geschäftstage brachten einen Umsatz von acht Millionen Mark. Zudem erreichte das Haus mit einem personalpolitischen Trick die Ausweitung der Öffnungszeiten: Durch die Beförderung von Mitarbeitern zu leitenden Angestellten mit Prokura gelang es, die Ladenschlussregelungen zu umschiffen und das Geschäft von Montag bis Samstag von 10 bis 22 Uhr zu öffnen. Jetzt, genauer: im Februar, hat das Berliner Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit die Sondergenehmigung für ein weiteres Jahr verlängert. Und die Öffnungszeiten machen sich positiv bemerkbar: Das KulturKaufhaus erwirtschaftet rund 30 Prozent seines Umsatzes in der Zeit nach 20 Uhr. Die im vergangenen Jahr ins Auge gefassten Expansionspläne gerieten indes zunächst in Stocken: Ein Vertrag über die Anmietung von Geschäftsräumen in München kam bislang nicht zustande. Die Expansion in die bayerische Metropole und nach Wien bleibt dennoch weiterhin im Fokus der Dussmann-Gruppe.