Hardwareausstattung in Deutschland steigt.
21 Mio. PCs aller Ausstattungsstufen und rund 15 Mio. Spielekonsolen und Handhelds finden sich in deutschen Privathaushalten. Das geht aus der aktuellen Bestandserhebung des Individual-Panels der GfK (Stand: Januar 2001) hervor, die der VUD jetzt veröffentlicht hat.
Für die aktuelle Erhebung, die der Verband der Unterhaltungssoftware Deutschland (VUD) jüngst präsentierte, wurden von derGesellschaft für Konsumgüterforschung (GfK) 10.000 Personen befragt, die repräsentativ für 63 Mio. deutschsprachige Personen ab einem Alter von zehn Jahren stehen. Als Ergebnis der Feldstudie können laut GfK 54,3 Prozent oder 34,2 Mio. der deutschsprachigen Personen ab zehn Jahren in ihrem Haushalt auf einen stationären PC zugreifen. 6,7 Prozent bzw. 4,2 Mio. Personen können einen Zugriff auf ein Notebook oder einen Laptop vorweisen.
Unter Berücksichtigung von Faktoren wie Gesamtbevölkerung und Zugriffsmöglichkeiten beläuft sich somit die Anzahl von Computern in Privathaushalten auf rund 21 Mio. Geräte aller Ausstattungsstufen. Unterschiede gebe es immer noch zwischen den alten (ABL) und den neuen Bundesländern (NBL). In diesem Zusammenhang sei allerdings festzustellen, dass sich die Zugriffsmöglichkeiten in den NBL (50,5 Prozent) denen in den ABL (57,7 Prozent) immer mehr annähern. Im Vorjahr betrug der Unterschied noch 8,8 Prozent. Ferner könne festgestellt werden, dass die Zugriffsmöglichkeiten in Orten mit einer geringeren Einwohnerzahl tendenziell höher sind als in Orten mit einer größeren Einwohnerzahl.Besonders bemerkenswert ist der Einfluss von Kindern in einem Privathaushalt: So liegt laut GfK der PC-Besitz in Haushalten ohne Kinder bei 45,1 Prozent, bei Haushalten mit Kindern bis 18 Jahren bei 74,3 Prozent. Die Kerngruppe der PC-Nutzer ist demnach auch in der Gruppe der Zehn- bis 39-Jährigen zu finden. Hinsichtlich der Geschlechterverteilung dominieren (noch) eindeutig die Männer, die rund 71,1 Prozent der "PC-Hauptverwender" darstellen.
Bei Spielekonsolen und Handhelds sieht die Sachlage schon anders aus. 34,3 Prozent oder 21,6 Mio. Personen können laut GfK auf eine Spielekonsole zugreifen. Dabei stehen ihnen ca. 15,3 Mio. installierte Geräte zur Verfügung. Aufgeschlüsselt nach Konsolen bzw. Handheld haben 28 Prozent Zugriff auf einen Nintendo Game Boy, 11,4 Prozent auf eine PSone, 4,7 Prozent auf eine N64, 0,5 Prozent auf eine Dreamcast und last but not least 0,4 Prozent auf eine PS2. Auch im Bereich Konsole übersteigt die Zugriffsmöglichkeit in den ABL (35,4 Prozent) noch die in den NBL (30,7 Prozent), ist jedoch ausgeglichener als im PC-Bereich. Spielekonsolen sind wie der PC in Orten mit kleineren Einwohnerzahlen deutlich häufiger vertreten als in größeren Ortschaften. Zudem steigt die Verfügbarkeit einer Spielekonsole mit zunehmender Haushaltsgröße. Bei Einpersonenhaushalten könnten 10,2 Prozent auf eine Konsole zugreifen, bei Dreipersonenhaushalten schon 48,6 Prozent, bei Vierpersonenhaushalten 61,9 Prozent und bei Fünf- und Mehrpersonenhaushalten erreicht die Zugriffsmöglichkeit mit 65,3 Prozent ihren Spitzenwert.
Auch hier mache sich systemübergreifend der Einfluss von Kindern bemerkbar: In Haushalten ohne Kinder liegt der Wert bei 23,1 Prozent. Gehören Kinder bis 14 Jahren zum Haushalt, steigt die Verfügbarkeit auf 62,3 Prozent.