Kazuo Hirai, Chef von Sony Computer Entertainment of America, spricht der Xbox-Konkurrenz die Zukunftssicherheit ab. Xbox 360 basiere auf aktueller Technik, während PlayStation 3 für die kommenden Jahre gerüstet sei.

Nach der Präsentation von PlayStation 3 und Xbox 360 lassen sich die beiden Systeme endlich vergleichen. Kazuo Hirai, Chef von Computer Entertainment of America, zieht laut "Reuters" seine ganz eigenen Schlüsse. In einem Interview sprach der hochrangige Sony-Manager der Microsoft-Konkurenz die Zukunftssicherheit ab. Da Xbox 360 auf aktueller Technik basiert, veralte die Hardware recht schnell. Im Gegensatz dazu sei PlayStation 3 dank Blu-ray und Cell für kommende Entwicklungen gerüstet. Die Entscheidung Microsofts führt Hirai auf den unbedingten Willen des US-Konzerns zurück, als erster mit einer neuen Konsole am Markt zu sein. Dass dies Microsoft zur Marktführerschaft verhelfen wird, bezweifelt er aber. "Zuerst im Markt zu sein, garantiert überhaupt nichts", so der Manager. Durch die Eile habe sich der Konkurrent verrannt.

Von "Reuters" befragte Analysten sehen in der scheinbaren technischen Überlegenheit des Sony-Produkts aber nicht nur Vorteile. Besonders auf den Preis würden sich die neuen Komponenten negativ auswirken. Die noch junge Blue-Ray-Technik gibt es derzeit nur zu horrenden Kosten in Japan. Inwieweit der Preis eines Blue-Ray-Laufwerks in der Massenproduktion gesenkt werden könne, sei noch nicht abzusehen. Dem wollte auch Hirai nicht widersprechen. Obwohl noch keine Entscheidung gefallen ist, sei es wahrscheinlich, dass PlayStation 3 zu einem höheren Preis als ihre Vorgängerin auf den Markt kommen wird. Zur US-Einführung 2000 verlangte Sony 299 Dollar in den USA; in Deutschland wurde PS2 zunächst für 869 D-Mark angeboten.

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