Die Fachhandelsgruppe idee+spiel schloss 2002 mit dem zweitbesten Ergebnis der Firmengeschichte ab. Der Bereich Multimediagames zeigte sich gegenüber dem Vorjahr unverändert. Während sich bei den Konsolen die PlayStation 2 als Verkaufsschlager erwies, enttäuschte der GameCube.

Die Fachhandelsgruppe idee + spiel hat 2002 mit dem zweitbesten Ergebnis der 25-jährigen Firmengeschichte abgeschlossen. Flächenbereinigt konnten die Umsätze um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Der Verkaufsumsatz lag bei 425 Mio. Euro. Dies entspreche einem Anteil von 35 Prozent am deutschen Fachhandelsmarkt und rund 15 Prozent am Gesamtmarkt. Mit der Umsatzsteigerung sei man deutlich über dem übrigen Fachhandel gelegen, der durchschnittlich vier Prozent einbüßte.

PS2 war top, GameCube ein Flop

Beim Zentralregulierungsumsatz gab es jedoch erstmals einen minimalen Rückgang. Jochen Martens, Geschäftsführer Dienstleistungen und Finanzen, zeigte sich dennoch zufrieden: "Wir liegen über Plan. idee+spiel hat mit drei Prozent weniger Mitgliedern zwei Prozent weniger Zentralregulierungsumsatz erzielt." 68 Händler schieden vor allem altersbedingt aus dem Verbund aus, 39 kamen neu hinzu. Ende 2002 hatte idee+spiel 870 Mitglieder mit 1020 angeschlossenen Häusern. Einen entscheidenden Beitrag zum erfolgreichen Geschäftsjahr hatte nach eigenen Angaben die große "Happy 25"-Marketingkampagne. An die Mitglieder wird eine Bonussumme von 6,6 Mio. Euro ausgeschüttet. Der Bereich Multimediagames war unverändert gegenüber dem Vorjahr. Genaue Zahlen wurden nicht genannt.

Laut Otto E. Umbach, Geschäftsführer Marketing/Vertrieb, war Sony Umsatzbringer mit circa zwei Dritteln der Umsätze bei den Konsolen. Enttäuschend sei hingegen Nintendos GameCube gelaufen. Dies werde sich vermutlich 2003 auch im Sortiment der Händler auswirken. Große Hoffnungen setzt Umbach hingegen in den neuen Handheld von Nintendo, den Game Boy Advance SP. Heftig kritisiert wurden von Umbach auch die Bundlingaktionen der Konsolenhersteller: "Software ist das Öl für den Spielemarkt. Wenn man zur Hardware gleich drei Toptitel dazugibt, kauft der Konsument lange nichts, und man untergräbt das eigene Geschäft."

Der Bereich DVD und Video spielte nur eine kleinere Rolle, mit Ausnahme von McMedia. Auch 2003 will idee+spiel von innen wachsen und sich nicht mit anderen Verbänden zusammentun. Mit drei Märkten in Österreich, zwei in Norditalien und einem in Belgien expandierte idee+spiel 2002 erstmals auch ins Ausland. Vor allem in Österreich sieht man weiteres Wachstumspotenzial. Um den Mitgliedern günstige Einkaufskonditionen bieten zu können, setzt man verstärkt auf Gemeinschaftsdirektimporte. Darüber hinaus hat idee+spiel eine neue Marketinglinie konzipiert: smarToys steht für "spielend Lernen und gescheites Spielzeug". Mit diesem Fundament blickt Umbach optimistisch in die Zukunft: "Unser Ziel für 2003 lautet wie in den vergangenen Jahren: idee+spiel soll sich mit doppelter Marktdynamik positiv weiterentwickeln."

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