IGDA prangert Arbeitsbedingungen an
Für die International Game Developers Association (IGDA) sind die Arbeitsbedingungen in großen Teilen der Industrie unhaltbar. Überstunden, die zudem schlecht oder gar nicht abgegolten werden, extremer Termindruck und schlechte Aufstiegsmöglichkeiten sollen den Gamedesignern in den Vereinigten Staaten zu schaffen machen.
In einem offenen Brief hat die International Game Developers Association (IGDA) die Arbeitsbedingungen in großen Teilen der Industrie angeprangert. In zahlreichen Studios werde zu wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse der Angestellten genommen. Schlecht oder gar nicht bezahlte Überstunden, extremer Termindruck und schlechte Aufstiegsmöglichkeiten würden in vielen Studios für Unmut sorgen.
Gerade zu "ironisch" sei, dass auch die Produktqualität unter diesen Umständen leide. Oftmals würden die Unternehmen nicht verstehen, dass motivierte und zufriedene Mitarbeiter auch bessere Spiele schaffen könnten. Als Beispiele werden u.a. Bioware, Firaxis und Team 17 angeführt, die sich vorbildlich um ihre Angestellten bemühen würden. Das wiederum führe zu hoher Produktqualität.
In vielen Fällen mitschuldig an der Situation seien aber auch die Angestellten selbst. In der Hoffnung, sich mit guter Arbeit und Engagement schon nach "oben" arbeiten zu können, würden häufig Arbeitsverträge unterschrieben, die zu Lasten des Arbeitnehmers gehen. Auch wenn die IGDA keine Gewerkschaft sei, stelle die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Spieleentwicklern ein zentrales Anliegen der Organisation. Mit Veröffentlichungen und Workshops will man dafür sorgen, dass weiter über das Thema diskutiert wird.