Von 27. bis 28. September findet das zweite Branchenforum des VUD statt. Schauplatz der Veranstaltung ist Leipzig. Im Interview mit GamesMarkt äußert sich VUD-Geschäftsführer Ronald Schäfer zum aktuellen Stand der Planungen.

GamesMarkt.de: Ende September findet das zweite Branchenforum des VUD statt. Es soll gegenüber der Baden-Badener Veranstaltung einige Änderungen geben. Welche?

Ronald Schäfer: Richtig. Das diesjährige Branchenforum in Leipzig ist zunächst einmal eine für alle Interessenten aus Industrie und Handel offene Veranstaltung. Außerdem wird der Kreis der Teilnehmer erheblich ausgeweitet, spricht also nicht nur Mitglieder des VUD an.

GM: Welche Zielgruppe haben Sie vor Augen?

Ronald Schäfer: Neben den Mitgliedern aus dem Verband und Pressevertretern werden insbesondere Politiker und Repräsentanten des Handels eingeladen. Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt sicherlich auf dem 27. September, für den wir ein umfangreiches Tagungsprogramm definiert haben. Den zweiten Tag wollen wir nutzen, um den Teilnehmern das Leipziger Messegelände vorzustellen, auf dem nächstes Jahr die Branchenmesse "GC - Games Convention" ihr Debüt geben wird.

GM: Warum diese Erweiterung der Zielgruppe?

Ronald Schäfer: Das ist ein konsequenter Schritt in Richtung Branchenforum. Wenn man einen Blick auf die Historie wirft, dann haben wir ja im Prinzip immer schon zwei Veranstaltungen pro Jahr durchgeführt. Im Frühjahr hatten wir stets die Mitgliederversammlung und im Herbst eine Informationsveranstaltung. Letztes Jahr in Baden-Baden haben wir erstmals eine andere Form gewählt. Dort haben wir ein Branchenforum geschaffen, an dem Mitglieder des VUD und potenzielle Mitglieder teilgenommen haben und auf dem die Teilnehmer über alle Themenfelder der Verbandsarbeit informiert wurden. Abgerundet wurde diese Veranstaltung durch die feierliche Verleihung der VUD-Sales-Awards. Jetzt öffnen wir das Forum und versuchen zugleich eine neue Qualität in das Forum zu bekommen, was sich unter anderem in der Auswahl der Referenten zeigt. So haben wir beispielsweise die Bundesministerin der Justiz, Dr. Herta Däubler-Gmelin, angefragt. Will heißen, es wird keine reine Informationsverastaltung für VUD-Mitglieder, sondern wir werden alle Themen darstellen und diskutieren, die für die Branche aktuell relevant sind.

GM: Der Schwerpunkt des Forums liegt auf dem ersten Tag. Ein vorläufiges Programm liegt bereits vor. Was erwartet die Teilnehmer?

Ronald Schäfer: Eine Referentin, die wir, wie gesagt, angefragt haben, ist die Bundesjustizministerin. Sie soll sich zu dem Thema äußern, ob Urheberschutz in Zeiten des Internets überhaupt noch zeitgemäß ist. Zudem sind wir bemüht, einen Vertreter aus dem Handel zu bekommen, der seine spezifische Sicht auf den Markt für Unterhaltungssoftware schildern soll. Darüber hinaus wird die GfK zum Thema Konsumforschung, speziell zum Medienbudget des Verbrauchers, und die GVU zur Problematik des Nachweises von Raubkopien im digitalen Zeitalter referieren. Natürlich werden auch Hermann Achilles und ich aktuelle Marktzahlen präsentieren. Last but not least wird der Geschäftsführer der Leipziger Messe, Josef Rahmen, das Konzept der Branchenmesse "GC - Games Convention" vorstellen, die von 29. August bis 1. September 2002 in Leipzig stattfindet. Am Abend des ersten Tages wird es dann noch ein geselliges Beisammensein geben, nicht zu vergessen die Verleihung der VUD-Sales-Awards.

GM: Wo findet das Branchenforum in Leipzig genau statt?

Ronald Schäfer: Das Forum findet im Kongresszentrum auf dem Gelände der Messe Leipzig statt. Für die Award-Verleihung haben wir uns etwas Besonderes einfallen lassen. Die Location steht auch schon fest. Mehr werden wir aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht verraten.

GM: Fallen für die Teilnahme Kosten an?

Ronald Schäfer: Nein. Die Teilnahme ist kostenlos. Es fallen nur die Kosten für Anfahrt und Übernachtung an.

GM: Wie viele Besucher erwarten Sie?

Ronald Schäfer: Wir rechnen mit 250 bis 300 Besuchern.

GM: Auch wenn Sie keine Teilnahmegebühr erheben, eine Veranstaltung dieser Größenordnung verursacht Kosten. Wie finanziert der VUD das Branchenforum?

Ronald Schäfer: Wir denken derzeit über Sponsoren nach.

GM: Herr Schäfer, wir bedanken uns für dieses Gespräch.

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