Das Geschäftsjahr 2003 und das 1. Quartal 2004 brachten Rekordergebnisse für Marktführer Electronic Arts und für THQ. CDV rutschte dagegen in ein deutliches Minus.

Electronic Arts weist für das am 31. März beendete Geschäftsjahr Rekordzahlen aus. Der Umsatz des Branchenprimus legte gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent auf 2,957 Mrd. Dollar zu. Der Nettogewinn stieg um 82 Prozent auf 577 Mio. Dollar. Allein sechs EA-Marken wurden je über fünf Mio. Mal verkauft. Hierzu zählen die Dauerbrenner "Die Sims", "Medal Of Honor", "FIFA Football" und "Need For Speed". Mit 34 Prozent verzeichnete das Europageschäft das stärkste Wachstum. In Deutschland liegt der Marktanteil nun bei 25 Prozent. Neue Rekorde sollen im laufenden Geschäftsjahr bis zum 31. März 2005 aufgestellt werden. Der Umsatz soll sich zwischen 3,25 und 3,4 Mrd. Dollar einpendeln und dabei zwischen 1,95 und 2,10 US-Cent Gewinn je Aktie verbleiben.

Auch Atari hat das am 31. März zu Ende gegangene Geschäftsjahr bilanziert. Aufgrund der geringeren Anzahl von Neuveröffentlichungen sank der Konzernumsatz von 534,2 Mio. Dollar auf 468,9 Mio. Dollar. Besonders die Releaseverschiebung von "Driv3r" führte im 4. Quartal zu einem Umsatzrückgang: 66,4 Mio. Dollar stehen einem Vorjahresergebnis von 84,7 Mio. Dollar gegenüber. Zwar wurden in Nordamerika mehr als 400.000 Einheiten von "Unreal Tournament 2004" verkauft, doch auch dieser Erfolg konnte im 4. Quartal ein Minus von 17,3 Mio. Dollar nicht verhindern. Für das 1. Quartal erwartet die Unternehmensführung einen Nettogewinn zwischen 8,5 und zehn Mio. Dollar, bei 110 Mio. Dollar Umsatz.

Activision konnte ein solides Wachstum verzeichnen: Um zehn Prozent von 864,1 Mio. auf 947,7 Mio. Dollar wuchs der Umsatz. Der Nettogewinn beläuft sich auf 77,7 Mio. Dollar oder 54 US-Cent je Aktie. Das 4. Quartal wurde mit 162,9 Mio. Dollar Umsatz (plus 30 Prozent) und einem Nettogewinn von 6,7 Mio. Dollar abgeschlossen. Laut Activision-CEO Robert Kotick realisierte Activision in den vergangenen fünf Jahren ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 17 Prozent. Der Nettogewinn stieg im Schnitt um 39 Prozent pro Jahr. Der eingeschlagene Wachstumskurs soll auch im laufenden Geschäftsjahr beibehalten werden.

THQ Entertainment hat das letzte Geschäftsjahr mit einem um 37 Prozent auf 641 Mio. Dollar gestiegenen Rekordumsatz beendet (Vorjahr: 468 Mio. Dollar). Das 4. Quartal wurde mit 123 Mio. Dollar Umsatz (plus 84 Prozent) und 5,4 Mio. Dollar Gewinn abgeschlossen. Mit "Findet Nemo" (über fünf Mio. verkaufte Einheiten), "SpongeBob Schwammkopf" (3,3 Mio.), den Wrestlingspielen der "WWE"-Reihe (über 3,6 Mio.) und dem Jump'n'Run "Tak und die Macht des JuJu" (über eine Mio.) haben vier Titel Hitqualitäten bewiesen. Im Vertrauen darauf, das diese Entwicklung anhält, hat der Vorstand die Prognosen für das laufende Geschäftjahr erhöht. Ende März 2005 sollen nun 1,05 bis 1,20 Dollar Gewinn je Aktie bei einem Umsatz von 680 Mio. Dollar in der Bilanz stehen.

Sony Computer Entertainment musste im vergangenen Geschäftsjahr einen deutlichen Rückgang bei Umsatz und Gewinn hinnehmen. Sinkende Hardwarepreise und ein geringerer Absatz an PlayStation-2-Konsolen in den Vereinigten Staaten brachten ein Umsatzminus von 18,3 Prozent - von 955 Mrd. Yen (rund 7,4 Mrd. Euro) auf 780 Mrd. Yen. (ca. sechs Mrd. Euro). Auch die gestiegene Nachfrage nach Hard- und Software in Europa und Japan konnte die Entwicklung nicht stoppen.

Ubisoft erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr 508,4 Mio. Euro Umsatz (plus 22,5 Prozent). Der Geschäftsbereich Entwicklung brachte 86 Prozent des Umsatzes gegenüber einem Anteil von 77 Prozent im Vorjahr. CDV hat das Geschäftsjahr 2003 mit einem Fehlbetrag von elf Mio. Euro beendet. Releaseverschiebungen und unterplanmäßige Absätze seien im Wesentlichen für das Minus verantwortlich. JoWooD hat im 1. Quartal einen Umsatz von 1,8 Mio. Euro erzielt. Zwar ergibt sich im Vergleich mit dem Vorjahr (ca. 8,4 Mio. Euro Umsatz) ein Rückgang, jedoch waren 2003 noch die Umsätze der Vertriebstöchter einberechnet.

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